Ein ehemaliger Microsoft-Boss testet Apples MacBook Neo, und wird dabei selbstkritisch.
Der frühere Windows-Chef Steven Sinofsky hat das MacBook Neo ausprobiert – und nutzt seine Rezension zugleich für einen Rückblick auf Microsofts eigene Geschichte mit ARM-Computern. Deren Prozessoren sind quasi die „Urahnen“ der Apple-Silicon-Chips.
In seinem Blog schreibt der langjährige Manager, dass ihn das Gerät an eine Strategie erinnere, die Microsoft einst selbst verfolgte.
Rückblick auf Windows 8
Sinofsky war von 1989 bis 2012 bei Microsoft und leitete zuletzt die Windows-Division. Beim Test des Neo musste er an die Zeit rund um Windows 8 denken.
Lange habe er geglaubt, Microsoft sei damals einfach „zu früh dran gewesen und habe sich geirrt“.
Technik war nicht das Problem
Heute sieht er das differenzierter. Die Technik habe funktioniert: „Wir hatten damals alle Bausteine – und sie funktionierten.“
Former Microsoft lead reviews the MacBook Neo: ‘It just has to stay excellent’ https://t.co/KWu84eKYwO by @mvcmendes
— 9to5Mac (@9to5mac) March 12, 2026
Der Fehler sei ein anderer gewesen: Microsoft habe das Ökosystem zu schnell auf ein neues App-Modell umstellen wollen. Viele Nutzer hätten sich dagegen gewehrt.
Warum Apple Erfolg hat
Apple habe dagegen über Jahre hinweg Entwickler langsam auf neue Schnittstellen vorbereitet. Dieser langfristige Umbau habe den Wechsel zu Apple-Silicon-Macs deutlich einfacher gemacht – und Geräte wie das Neo erst möglich.
Ein bewusst einfaches MacBook
Auch das Gerät selbst lobt Sinofsky. Seine zentrale Beobachtung: „Das Neo muss nicht einmal ständig besser werden. Es reicht, wenn es einfach so exzellent bleibt, wie es ist.“ Für mehr Leistung gebe es schließlich größere Macs – das Neo sei der Einstieg.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: MKBHD

