Apple profitiert massiv vom KI-Boom – obwohl das Unternehmen bei eigenen Lösungen wie Siri hinter der Konkurrenz liegt.
Der Schlüssel liegt im App Store: Dort verdienen die Kalifornier an nahezu jeder kostenpflichtigen KI-App mit.
Allein 2025 spülten generative KI-Anwendungen rund 900 Millionen US-Dollar an Provisionen in Apples Kassen. Für 2026 wird erwartet, dass diese Einnahmen erstmals die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschreiten.
ChatGPT als wichtigster Umsatztreiber
Den größten Anteil an diesen Erlösen liefert ausgerechnet ein Konkurrent: ChatGPT. Rund 75 Prozent der Einnahmen stammen aus Abos, die Nutzer innerhalb der App abschließen.
Auch andere KI-Dienste wie Grok tragen zum Geschäft bei, spielen jedoch eine deutlich kleinere Rolle. Entscheidend ist: Selbst wenn Apps kostenlos angeboten werden, verdient Apple über In-App-Abonnements mit.
Wenig eigene Investitionen, hoher Gewinn
Während Unternehmen wie Amazon oder Microsoft Milliarden in Rechenzentren und KI-Modelle investieren, verfolgt Apple eine deutlich zurückhaltendere Strategie. Die jährlichen KI-Ausgaben liegen seit Jahren nur im Bereich von zwei bis vier Milliarden US-Dollar.
Damit setzt Apple weniger auf eigene Infrastruktur, sondern nutzt seine starke Plattformposition. Das iPhone bleibt für viele Nutzer der wichtigste Zugang zu KI-Diensten – und genau hier kassiert Apple mit.
Siri bleibt Schwachpunkt
Trotz dieser Einnahmen gilt Siri weiterhin als vergleichsweise schwach im Wettbewerb mit modernen KI-Chatbots. Apple arbeitet zwar an Verbesserungen und setzt zunehmend auf Partnerschaften, doch ein klarer Durchbruch steht noch aus.
Strategie: Plattform statt Spitzenmodell
Apples Ansatz unterscheidet sich damit deutlich von anderen Tech-Konzernen. Statt selbst die führenden KI-Modelle zu entwickeln, positioniert sich das Unternehmen als zentrale Plattform, über die diese Dienste verbreitet werden.
Das Ergebnis: Apple verdient bereits heute Milliarden am KI-Boom – auch ohne selbst an der Spitze der technologischen Entwicklung zu stehen.
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