Ein Wettbewerbsstreit zwischen Apple, Amazon und Spaniens Kartellbehörde geht aktuell in die nächste Runde.
Die Handelsbehörde Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia (CNMC) hat beide Unternehmen mit Strafzahlungen von insgesamt 194 Millionen Euro wegen wettbewerbswidriger Vertriebsvereinbarungen belegt. Jetzt steht eine weitere Geldbuße im Raum.
Vereinbarung von 2018 als Ausgangsproblem
Ausgangspunkt war eine 2018 geschlossene Vereinbarung, die den Verkauf von Apple- und Beats-Produkten auf autorisierte Händler beschränkte und im Gegenzug einen offiziellen Apple Store auf Amazon ermöglichte.
Laut der Behörde führte das dazu, dass über 90 Prozent der zuvor aktiven Händler auf Amazons spanischer Plattform faktisch ausgeschlossen wurden.
Verweigerte Apple zwei Jahre die Umsetzung?
Zudem sei die Sichtbarkeit von Konkurrenzprodukten bei Suchanfragen eingeschränkt worden. Zwar legten beide Unternehmen Berufung gegen die ursprüngliche Strafe ein – das Verfahren ist noch anhängig –, doch die Anordnung, die beanstandeten Klauseln unverzüglich zu streichen, blieb bestehen.
Nach Ansicht der Behörde geschah das jedoch erst im Mai 2025 und damit fast zwei Jahre zu spät.
Separates Verfahren nun abgeschlossen
Daraufhin leitete die CNMC ein separates Verfahren wegen Nichtbefolgung ein. Dieses ist nun abgeschlossen und könnte zu einer weiteren Geldstrafe führen.
Apple und Amazon weisen die Vorwürfe zurück und kündigten an, erneut juristisch gegen die Entscheidung vorzugehen. Über etwaige neue Strafzahlungen ist noch nichts publik geworden.
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