Siri hat KI-Upgrades noch vor sich, doch Amazons neue Alexa-Überarbeitung macht den Sprachassistent bereits attraktiver.
Ein Erfahrungsbericht von Jennifer Tuohy bei The Verge zeigt nämlich gerade, wie frustrierend die neue Alexa im Alltag sein kann – so sehr, dass selbst überzeugte Alexa-Nutzer zu Siri zurückkehren.
Alexa: Einkaufslisten werden zum Problem
Tuohy nutzte Alexa jahrelang für Einkaufslisten: per Spracheingabe, sichtbar auf Echo-Displays und synchron auf dem Smartphone. Mit Alexa Plus und dem neu gestalteten Alexa-App-Design kippte dieses einfache Prinzip. Die App stellt nun den generativen KI-Chat in den Mittelpunkt, inklusive Texteingabefeld am unteren Bildschirmrand mit der Aufforderung „Ask Alexa“.

Aber: Wer jetzt etwa „Butter“ eintippt, bekommt keine Einkaufsliste mehr ergänzt, sondern eine Erklärung darüber, was Butter denn überhaupt ist. Um tatsächlich einen Eintrag hinzuzufügen, sind mehrere Umwege nötig: erst nach oben scrollen, „Add item“ antippen, durch einen Bildschirm voller Werbung navigieren und schließlich ein kleines Texteingabefeld finden. Laut Tuohy sind dafür bis zu sechs Schritte nötig.
Weniger ist manchmal mehr
Im Vergleich wirkt Apples Ansatz plötzlich angenehm schlicht. In der Erinnerungen-App gibt es einen klar platzierten Plus-Button, unterstützt von Siri. Amazons Fokus auf KI und Werbung hat damit einen unerwarteten Effekt: Die „alte“ Siri erscheint derzeit häufig als die bessere, ruhigere Lösung.
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