Am gestrigen Handelstag fiel die Aktie von Apple um satte 5 Prozent. Ein Absturz um mehr als 13 $ pro Papier.
Die Apple-Aktie gehörte zu den größten Verlierern im Dow Jones-Index. Hintergrund dieser Bewegung sind Berichte über erneute Verzögerungen bei dem Vorhaben, die „neue“ Siri mit KI-Funktionen, die ursprünglich schon früher kommen sollten, endlich schlauer zu machen.
Zweifel an Apples Tempo im Zukunftsmarkt KI
Diese Verzögerungen haben bei Anlegern Skepsis ausgelöst, weil sie Zweifel an Apples Tempo im wichtigen Zukunftsmarkt der Künstlichen Intelligenz nähren. 
Der Kursrückgang fällt nicht nur isoliert an einem Tag auf, sondern spiegelt eine breitere Nervosität bei Technologieaktien wider. Viele Investoren hinterfragen aktuell, ob die geplanten KI-Initiativen wirklich rechtzeitig und in ausreichender Qualität marktreif werden.
Zudem belasten Berichte über regulatorische Risiken und veränderte Marktbedingungen das Sentiment gegenüber großen Technologieunternehmen.
Apple wehrt sich gegen die Berichte
Eigentlich gilt Apple als Konzern der gegenüber den Medien eher schweigt. Doch nach dem Aktien-Absturz geht das Unternehmen jetzt einen neuen Weg. Gegenüber CNBC äußerte man sich zur Berichterstattung über die Verzögerungen bei Siri.
Wenn auch nur kurz und knapp: Mit der Integration der KI-Funktionen für Siri liege man „weiter im Zeitplan“, erklärte ein Sprecher gegenüber CNBC. Die KI-Neuerungen werde man 2026 einführen.
Bankhaus bleibt langfristig optimistisch
Trotz der kurzfristigen Turbulenzen blickt das Analysehaus Evercore ISI deutlich positiver auf die Aussichten. In einer aktuellen Analyse bestätigt Evercore das Rating „Outperform“ für die Apple-Aktie und hält an einem Kursziel von 330 US-Dollar fest. Dies impliziert aus Sicht der Bank ein signifikantes Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. 
Qualität und Datenschutz wichtiger für Apple als ein schneller Launch der KI-Siri
Evercore weist darauf hin, dass die Verzögerungen der KI-Funktionen und des überarbeiteten Siri-Assistenten Teil einer mehrstufigen Markteinführungsstrategie seien. Diese ermögliche Apple, Qualität und Datenschutz vor schnelle Verfügbarkeit zu stellen, statt voreilig unvollständige Features auf den Markt zu bringen.
In dieser Perspektive sei der aktuelle Rückschlag kein Hinweis auf fundamentale Schwächen, sondern auf eine bewusste Priorisierung von Nutzererfahrung und Datensicherheit. 
Apple pendelt zwischen Risiko und Chance
Kurzfristig hat der Markt die Nachricht über die KI-Verzögerungen negativ aufgenommen und den Aktienkurs spürbar belastet. Langfristig hingegen sehen Analysten wie jene von Evercore darin keine strukturelle Gefahr für Apple, sondern eine strategische Entscheidung, die sich mittelfristig immer noch auszahlen könnte.
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