In iTopnews History erinnern wir jetzt an den Apple-Mitgründer Steve Jobs.
Steve Jobs hätte heute seinen 71. Geburtstags gefeiert.
Apple selbst hat das heute zum Anlass genommen, im Steve Jobs Archive eine Sammlung von Briefen zu veröffentlichen, die unter dem Titel „Letters to a Young Creator“ stehen.
Die Reihe enthält persönliche Zuschriften von bedeutenden Apple-Persönlichkeiten wie Tim Cook (hier nachlesen), Jony Ive, Phil Schiller und Craig Federighi.
In den Texten teilen sie Einsichten über Kreativität, Design und Führung und richten sich an angehende Macher und Innovatoren. Das Ziel ist es, Inspiration und Perspektiven aus erster Hand zu vermitteln.
Wir beleuchten im heutigen iTopnews-History Steve Jobs‘ Kindheit, seine Jugend und die Zeit vor Apple. Seine Zeit bei Apple wird rund um den 1. April noch Thema sein, dann wird die Firma Apple 50.
Kindheit: Verstoßen und geliebt
Steve Jobs wurde am 24. Februar 1955 – also genau heute vor 71 Jahren – in San Francisco geboren. Er war der Sohn zweier junger Studenten, die sich den Unterhalt eines Kindes nicht leisten konnten und deren Familien einer Ehe nicht zugestimmt hätten. Steve Jobs‘ Vater war der syrische Politikstudent Abdulfattah Jandali und seine Mutter die Amerikanerin mit Schweizer Wurzeln, Joanne Carole Schieble.
Steve Jobs wurde zu Adoption freigegeben, sollte jedoch auf Wunsch seiner Eltern von Akademikern aufgenommen werden. Paul Reinhold Jobs (dessen Großvater aus Deutschland stammt) und seine Frau Clara Jobs adoptierten den kleinen Jungen – obwohl sie keine Akademiker waren – und gaben ihm den Namen Steven Paul Jobs. Sie versprachen jedoch, dass das Kind auf ein College gehen sollte und die Familie sparte lange und hart dafür.
Da Paul und Clara Jobs immer erzählten, Steve sei „ausgesucht“ gewesen, hatte der junge Steve Jobs weniger das Gefühl, nach der Geburt verstoßen worden zu sein, sondern eher, etwas Besonders zu sein. Steve Jobs hat übrigens eine leibliche Schwester, wie er selbst erst später erfuhr: die berühmte Autorin Mona Simpson.
Jugend: Neugier und Langeweile
Steve Jobs wuchs in Los Altos auf, mitten im gerade entstehenden Silicon Valley, das auch heute noch eine Reise wert ist, wenn man sich für Tech interessiert. Sein Vater hatte eine Werkstatt in der Garage und schraubte gern an verschiedenen Geräten. Dabei legte er großen Wert auf einen akkuraten Aufbau und konstruierte auch die Teile mit großer Sorgfalt, die man am Ende gar nicht sah.
Der kleine Steve half seinem Vater unheimlich gern beim Schrauben und lerne dabei viel über Mechanik und Elektronik.
In der Schule galt Jobs eher als schwierig. Er konnte bereits bei seiner Einschulung lesen und langweilte sich im Unterricht. Deshalb spielte er gerne Streiche, baute elektronische Geräte und hörte nicht auf die Lehrer. Schließlich nahm sich eine Lehrerin dem jungen Steve an und setzte sich dafür ein, dass er eine Klasse überspringen konnte.
So erreichte Steve Jobs 1972 seinen High-School-Abschluss in Cupertino und konnte sich in das College einschreiben, wie es seine Adoptiveltern versprochen hatten.
Studienzeit: Rebell und Freigeist
Steve Jobs studierte ab 1972 am Reed Collage in Portland. Jedoch lag ihm das Studium gar nicht, er besuchte zuletzt nur noch Kurse, die ihm interessierten, wie etwa Kalligrafie (also die Lehre der Schriftarten).
Nach nur einem Semester brach er das Studium ab, ging weiter hier und da zu Vorlesungen, machte seine ersten Erfahrungen mit LSD und beschäftigte sich mit Buddhismus. Er schlief häufig bei Freunden auf dem Boden, sammelte Pfandflaschen und aß oft kostenlos im Hare-Krishna-Tempel.
1974 begann Steve Jobs einige Monate bei Atari zu arbeiten um sich Geld für eine Indien-Reise zu beschaffen. Ein Atari-Ingenieur finanzierte die Reise mit der Auflage, dass Steve Jobs über Deutschland fliegen und dort ein Problem lösen sollte. Also flog Jobs 1974 nach München und half bei der Umstellung der amerikanischen 60 Hertz-Netzteile ins deutsche 50 Hertz-Stromnetz.
Danach verbrachte Steve Jobs gemeinsam mit seinem Freund Dan Kottke einige Monate in Indien und beschäftigte sich mit Buddhismus und dem Weg zur Erleuchtung.

Rückkehr: Computer und Steve Wozniak
Im Herbst 1974 kehrte Steve Jobs aus Indien zurück und arbeitete weiter bei Atari. Er war zwar gut, aber auch schwierig. Da Jobs‘ Philosophie darin bestand, seinen Körper möglichst frei von schädlichen Produkten zu halten, lebte er vegan und aß zeitweise nichts als Äpfel. Er dachte, wegen seiner gesunden Ernährung müsse er nicht duschen.
Im Silicon Valley kam Steve Jobs schon früh in den Kontakt mit Computerfirmen. Mit 12 hatte er bei Bill Hewlett (Chef von HP) persönlich angerufen und ein Praktikum ergattert. 1974 traf er sich oft im Homebrew Computer Club mit anderen „Nerds“, die die ersten Computer bewunderten und selbst Modelle zusammenbauten.
Zu dieser Zeit war Steve Jobs bereits seit einigen Jahren mit Steve Wozniak befreundet. Beide verband die Liebe zu Computer, Wozniak war aber beim Konstruieren und Programmieren wesentlich talentierter als Jobs.
Das nutzte Steve Jobs auch aus, zum Beispiel als er von Atari den Auftrag erhielt, ein Computerspiel zu entwickeln. Obwohl Steve Wozniak die meiste Arbeit machte, gab ihm Jobs nur einen Bruchteil seines Gewinns ab.
Wäre Steve Jobs womöglich noch heute Apple-Chef?
Dennoch sollten beide wenig später die Computerfirma Apple gründen.
Wie würde Apple wohl heute aussehen, wenn Steve Jobs nicht viel zu früh an Krebs verstoben wäre? Vielleicht säße er in 2026, wo er auch mit einer Münze geehrt wird, mit 71 Jahren noch auf dem Chefsessel…
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