Im heutigen iTopnews History erinnern wir an die Ursprünge der Farbdisplays bei Apple.
Für uns heute selbstverständlich war ein echtes Farbdisplay für Computer in den 70er und teilweise 80er Jahren noch Zukunftsmusik. Computer hatten anfangs meist einen einfarbigen Monitor, der grüne Schrift auf schwarzem Grund angezeigt hat. Das reichte im Grunde auch für das Schreiben von Texten und Berechnen von Tabellen.
1977: Apple hackte sich die ersten 6 Farben
Während der Apple I 1976 nur grün anzeigen konnte, beherrschte der Apple II ein Jahr später bereits 6 verschiedene Farben: Schwarz, Lila, Blau, Orange, Grün und Weiß.
Das war zu jener Zeit alles andere als selbstverständlich: Obwohl es bereits seit 1953 in den USA Farbfernseher gab, waren Computermonitore fast ausnahmslos einfarbig.
Apple II-Besitzer besaßen meistens einen Farbfernseher und konnten diesen an den Computer anschließen. Computermonitore waren zu dieser Zeit noch sehr teuer. Der Apple II nutzte den NTSC-TV-Standard geschickt aus, um die ersten Farben darstellen zu können. Gerade Spiele profitierten von den zusätzlichen Farben enorm.
1987: Der Macintosh II brachte 256 Farben
Während Farbfernseher Mitte der 80er Jahre bereits zu erschwinglichen Preisen auf dem Massenmarkt erhältlich waren, galten Computer noch immer als Nische und wurden häufig für reine Büroarbeit eingesetzt – Farbmonitore waren extrem teuer.
Während Apple auch mit dem Macintosh noch auf einen fest eingebauten einfarbigen Schwarz-Weiß-Monitor setzte, wurde der Macintosh II modular entwickelt.
An den Macintosh II von 1987 konnten also verschiedene Monitore angeschlossen werden – auch Fernseher oder Farb-Monitore. Mit den 256 darstellbaren Farben war Apple damals wirklich am Zahn der Zeit:
Gerade für Grafiker und Kreative waren plötzlich völlig neue Arbeitsweisen möglich. Apple selbst bot mit dem AppleColor RGB Monitor einen halbwegs erschwinglichen Farbmonitor an.
1993: Macintosh Color Classic feiert Geburtstag
Wenige Jahre später wollte Apple wieder an das ursprüngliche Design des ersten Macintosh anknüpfen und brachte einige Computer auf den Markt, die dem Macintosh sehr ähnlich sahen und einen festverbauten Monitor besaßen. Im Februar 1993 – also vor 33 Jahren – erschien der Macintosh Color Classic: Er war Apples erster Farb-Mac für alle.
Anfang der 90er Jahre setzten sich Farbmonitore immer weiter durch, der Macintosh Color Classic war Apples erster Computer, der bereits einen integrierten Farbmonitor besaß. Das machte farbige Bildschirme auch für kleinere Geldbeutel erschwinglich – der Color Classic kam besonders bei Schulen und Bildungseinrichtungen gut an. Mitte der 90er Jahre verkaufte Apple dann generell nur noch Farbmonitore.
1998: Der LDC-Flachbild-Monitor löst die Röhre ab
Neben der Farbigkeit kam es in den 90er Jahren noch zu einer anderen Bildschirm-Revolution: Dem Aufstieg der Flachbildschirme. Die ersten LCD-Screens baute Apple bereits 1989 im ersten Laptop namens Macintosh Portable ein, ab 1991 dann auch mit Farbdisplay im PowerBook 100.
Während der erste iMac 1998 noch mit einem Röhrenmonitor erschien, bot Apple im selben Jahr auch schon einen ersten externen Flachbildschirm: Das Apple Studio Display. Dieses konnte 16,7 Millionen Farben darstellen – moderne iMacs schaffen heute übrigens über eine Milliarden Farben.
Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als die Farbdarstellung bei Computerbildschirmen noch nicht scheinbar unendlich war?
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