Apple hat diese Woche angekündigt hat, Teile seiner Mac-mini-Produktion in die USA zu verlagern.
Nun gewährt das Unternehmen auch Einblicke in seine amerikanische Chip-Lieferkette. Wie das Wall Street Journal berichtet, durfte Journalist Rolfe Winkler mehrere Partnerstandorte besuchen, die an der Fertigung beteiligt sind.
Die Tour führte unter anderem zu GlobalWafers America in Sherman, Texas, zu TSMCs Chipfabrik in Arizona sowie zu Foxconn nach Houston, wo die Endmontage erfolgt.
In Texas wird das Silizium geformt
GlobalWafers bildet den Anfang der Lieferkette: Dort wird hochreines Silizium, unter anderem gewonnen aus Quarzsand, bei rund 2.500 Grad Fahrenheit geschmolzen und in großen Kristallziehern zu zylinderförmigen Siliziumblöcken geformt. Diese werden anschließend in 12-Zoll-Wafer geschnitten, poliert, geprüft und für die Weiterverarbeitung vorbereitet.
Erst in späteren Schritten entstehen darauf die eigentlichen Chips mit Milliarden Transistoren. Auffällig sei laut Bericht der hohe Automatisierungsgrad. In den Fabriken, wo der Mac produziert wird, waren vergleichsweise wenige Mitarbeitende zu sehen.
Apple will strategisch unabhängiger werden
Bei der Rückverlagerung hat Apple weniger die Schaffung von Massenarbeitsplätzen im Sinn, sondern vielmehr die Stärkung der strategischen Unabhängigkeit und Resilienz der US-Chipversorgung.
Mit der teilweisen Mac-mini-Produktion in den USA unterstreicht Apple seinen langfristigen Plan, kritische Teile der Lieferkette näher an den Heimatmarkt zu holen. Und bald soll ja auch ein neuer Mac mini kommen.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

