Jahrelang stritten Apple und Chip-Hersteller Qualcomm vor Gericht – jetzt wurde die Sammelklage fallengelassen.
Der Streit zwischen Apple und Qualcomm startete 2017 und zog sich über viele Klagen in unterschiedlichen Ländern. 2019 legten die beiden Firmen die Gerichtsverfahren nieder, Apple zahlte Qualcomm eine hohe Entschädigungssumme und es wurde eine Chip-Liefervereinbarung bis 2027 abgeschlossen.
Apple vs. Qualcomm: Darum ging es im Verfahren
Im Kern hat Apple Qualcomm vorgeworfen, mit den Chips im iPhone doppelt Geld zu verdienen. Wer nämlich Funkchips von Qualcomm kaufen wollte, musste erstmal einen Lizenzvertrag abschließen. Dieser bezog sich auf die Patente von Qualcomm und richtete sich prozentual nach dem Verkaufspreis des iPhone.
Qualcomm verdiente also schon durch die Lizenz relativ viel Geld, weil iPhone bekanntlich nicht günstig sind, und dann zusätzlich durch den Verkauf der Chips. Apple bezeichnete diese Strategie als „Double-Dipping“, also doppeltes Abkassieren und verklagte Qualcomm.

Letzte Sammelklage in England eingestellt
Nachdem sich Apple und Qualcomm bereits 2019 außergerichtlich einigten – wie bereits geschrieben mit einer fetten Schlappe für Apple – folgten weitere Klagen von Kunden (in Form von Sammelklagen) oder Verbrauchergruppen.
Die letzte dieser Klagen, eine unabhängige Sammelklage aus England, in der iPhone-Käufer von Qualcomm Schadensersatz forderten, weil die Lizenzen die iPhone-Preise in die Höhe getrieben haben, wurde nun fallengelasssen, wie 9to5Mac berichtet.
Apple zahlt also noch bis 2027 Lizenzgebühren, um Funkchips für das iPhone zu erhalten. Lange entwickelt Cupertino aber eigene Chips wie den C1 aus dem iPhone 16e, die die Geschäfte mit Qualcomm langfristig einstellen sollen.
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