Apple bewirbt das Apple Creator Studio als eine kreative All-in-One-Lösung mit erweiterter KI.
Im Marketing klingt das nach grenzenloser Kreativität und unbegrenzten Möglichkeiten. Tatsächlich aber sind die KI-Funktionen gar nicht so grenzenlos wie suggeriert – sondern strikt reglementiert durch monatliche Nutzungslimits, die vielen Anwendern schnell zu eng erscheinen. 
Versteckte Limits statt offener Informationen
Apple hat die Beschränkungen erst im Support-Dokument erwähnt, aber nicht offensiv kommuniziert. Das bedeutet: Viele Nutzer merken erst beim Arbeiten, dass sie an eine unsichtbare Wand stoßen.
In den KI-Tools von Pages, Keynote und Numbers lässt sich ein Verbrauchsstatus anzeigen – doch bis dahin haben manche bereits einen Großteil ihres Kontingents verbraucht, ohne es zu wissen. 
Welche Limits gibt es genau?
Die offiziell angegebenen monatlichen Kontingente wirken auf dem Papier zunächst marginal:
- Bis zu 50 KI-generierte Bilder
- Bis zu 50 KI-erstellt Präsentationen (je etwa 8–10 Folien)
- Bis zu 700 Folienbegleittexte bzw. Sprecher-Notizen
Doch bereits bei realistischen Arbeitsabläufen sind diese Zahlen schnell aufgebraucht – insbesondere wenn mehrere Varianten ausprobiert oder iterative Anpassungen vorgenommen werden. 
Nutzer erleben Limits als zu eng
Ein bekannter Entwickler hat das Limit im Vergleich zu anderen OpenAI-basierten KI-Kontingenten getestet und festgestellt, dass allein eine Keynote-Präsentation gefährlich nahe an die Hälfte des Monatskontingents ging – bei gleichzeitig sehr geringer Menge an Inhalt. Das zeigt, wie schnell die verfügbaren Ressourcen erschöpft sind, selbst bei vermeintlich kleinen Aufgaben. 
Grenzen trotz Abo-Beitrag: Ein Widerspruch
Das KI-Angebot (auch beim Thema Datensammeln in der Kritik) ist Teil eines kostenpflichtigen Abonnements für professionelle Software. Gerade in diesem Preissegment erwartet man, dass KI-Funktionen produktiv nutzbar sind, ohne ständig an Limits zu stoßen. Dass Apple dennoch so restriktive Regeln einführt, wirkt wenig nutzerfreundlich und mehr wie ein Sparmechanismus zur Schonung externer KI-Ressourcen. 
Kritikpunkte, die bleiben
Diese Nutzungslimits werfen bei uns mehrere Fragen auf: Warum werden Limits nicht prominenter kommuniziert? Entspricht der eingeschränkte KI-Zugang dem Preis-Leistungs-Anspruch? Sind 50 Bilder oder 50 Präsentationen wirklich ausreichend für Kreative, die täglich arbeiten? Die Werte sind für in der Kreativbranche tätige Menschen weltfremd…
Hat Apple hier mehr über Hype verkauft als über echten Mehrwert?
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

