Eine Analyse der Systemdaten verdeutlicht, wie macOS die letzten Jahre immer größer und „privater“ wurde.
Uns ist es auch schon aufgefallen: Im Laufe der letzten Jahre hat das macOS Betriebssystem immer mehr Speicher belegt.
Waren es mit Mojave (10.14) 2018 noch etwa 15 GB, müssen wir für Tahoe 26 heute schon mindestens 20 bis 30 GB (auf unserem M1 MacBook Pro sogar über 60 GB) bereitstellen.
Ein Blick in die System-Library
Das US-Portal eclecticlight hat sich die Dateien und Komponenten im System-Library-Ordner verschiedener macOS Versionen der letzten 6 Jahre angeschaut und festgestellt, dass sich deren Zahl drastisch erhöht hat. Waren es 2019 in macOS Mojave noch 4.800 Bundles, gibt es heute in macOS 26.2 schon 9.800.

Besonders stark gewachsen ist der Anteil der privaten Frameworks – das sind APIs, auf die nur das System und keine anderen Apps zugreifen dürfen. Entwicklern sind nur öffentliche APIs vorbehalten.
Aufgrund der neuen M-Prozessoren sind auch die Kernel-Erweiterungen stark gestiegen und haben sich fast verdoppelt (von 515 auf 945).
Darum wird macOS immer größer
Seit macOS Catalina (10.15) werden alle Systemdateien in einem separaten Volume gespeichert. Mit jeder Einführung neuer M-Prozessoren gab es auch einen Anstieg an den Frameworks und Erweiterungen. Interessant ist auch, dass Siri mal mit einem einzigen privaten Framework ausgekommen ist und jetzt 126 benötigt.
Dass Betriebssysteme immer komplexer und größer werden, ist ganz normal – der Anstieg in den letzten sechs Jahren ist dennoch enorm. Interessant ist, dass macOS immer mehr private Frameworks besitzt, die nur Apple selbst nutzen kann.
Wir würden eine Verschlankung des Systems begrüßen, damit auf unseren Macs mehr Speicherplatz für unsere Daten zur Verfügung steht.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Grafik: eclecticlight.co
