Vodafone, Deutsche Telekom und O2 haben das neue Notrufsystem NG eCall offiziell in Betrieb genommen.
Im Unterschied zum bisherigen eCall nutzt Next Generation Emergency Call moderne Mobilfunkstandards wie 4G LTE und perspektivisch auch 5G, statt weiterhin auf das auslaufende 2G-Netz zu setzen. Dadurch sollen Notrufe aus Autos schneller aufgebaut und relevante Informationen zügiger an die Leitstellen übermittelt werden.
eCall bleibt weiterhin bestehen
Das klassische eCall-System bleibt parallel bestehen. NG eCall wird nur dann verwendet, wenn sowohl das Fahrzeug als auch die jeweilige Notrufzentrale die neue Technik unterstützen. Für Autofahrer ändert sich dadurch zunächst nichts, die Systeme arbeiten im Hintergrund.
Wie beim bisherigen eCall wird bei schweren Verkehrsunfällen automatisch eine Verbindung zur Notrufnummer 112 hergestellt. Übermittelt werden unter anderem der genaue Unfallort sowie grundlegende Fahrzeugdaten, um Rettungskräfte schneller und gezielter zum Einsatzort zu führen.
NG eCall seit diesem Monat Pflicht in der EU
Zukünftig könnten – mit entsprechender Zustimmung – auch zusätzliche Informationen wie medizinische Daten der Insassen oder Sensordaten aus dem Fahrzeug übertragen werden.
Support für NG eCall ist seit Januar 2026 für neue Fahrzeugmodelle in der EU vorgeschrieben. Die Einführung gilt auch als wichtiger Schritt mit Blick auf die geplante Abschaltung der 2G-Netze ab 2028.
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