In der gesamten Computerbranche ziehen die Preise für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher deutlich an.
Der Hauptgrund sind Lieferengpässe, die durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren entstanden sind. Mitunter haben sich die Kosten in den vergangenen Monaten um mehr als das Doppelte vervielfacht, mit der Aussicht auf weitere Steigerungen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob auch Apple bald seine bislang konstanten Speicherpreise bei Macs anpassen wird.
Kurzfristig wohl keine Preissteigerungen
Schon bald dürfte der Konzern neue Macs mit M5 Pro und M5 Max vorstellen. Grundsätzlich wäre ein Produktstart ein naheliegender Zeitpunkt für Preisanpassungen. Dennoch gilt es als eher unwahrscheinlich, dass Apple kurzfristig an der Preisschraube dreht. Die Aufpreise für zusätzlichen Arbeitsspeicher sind bei Apple traditionell hoch kalkuliert, sodass trotz gestiegener Einkaufspreise weiterhin Spielraum besteht.

Zudem dürfte Apple über langfristige Lieferverträge verfügen, die kurzfristige Schwankungen abfedern. Möglich ist allerdings, dass sich Lieferzeiten verlängern, falls Engpässe zunehmen. Nochmal könnte die Lage bei späteren Modellen aussehen. Branchenanalysen rechnen damit, dass Speicherpreise bis Ende des ersten Quartals 2026 weiter stark steigen.
RAM- und Speicherpreise: Anstieg ab der M6-Generation?
Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnten Apples Margen unter Druck geraten. In diesem Szenario wäre es denkbar, dass Apple bei der M6-Generation, die im Laufe des Jahres erwartet wird, höhere Speicherpreise verlangt. Hinzu kommt, dass Apple im Wettbewerb um Fertigungskapazitäten zunehmend mit finanzstarken KI-Unternehmen konkurriert.
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