Im heutigen iTopnews History feiern wir den Geburtstag des ersten iPhone.
Das iPhone – bis heute Apples wichtigste Produktlinie – wird heute 19 Jahre alt. Die bahnbrechende Innovationskraft, die edle Verarbeitung und die geniale Vorstellung führten zu einer Revolution in der ganzen Branche.
Wer wie Nokia nicht schnell genug auf Smartphones umstellte, ging unter. Damals war Apples Ziel 1 % des Handy-Marktes zu erobern, heute ist das iPhone das bestverkaufte Smartphone-Modell der Welt mit 20 % bis 25 % Marktanteil.
Geheime Entwicklung und Konkurrenz
Das iPhone wurde in Steve Jobs‘ Kopf geboren: Der Apple-Gründer hasste die Anfang der 2000er aktuellen Handys mit ihren kleinen Tasten und winzigen Bildschirmen.
2005 ging Apple selbst eine Kooperation mit Motorola ein, doch Jobs war mit dem Motorola ROKR E1 nicht zufrieden und war der Meinung, dass Apple es allein besser kann.
Neben den klassischen Tastenhandys („Knochen“ oder Klapphandys) kamen die ersten „Smartphones“ wie die Blackberry-Geräte auf. Diese hatten kleine computerartige Tastaturen, besaßen ein Touch-Display (nur mit einem Stift bedienbar) und konnten neben telefonieren auch E-Mails anzeigen.
Bei Apple experimentierte man währenddessen mit Multitouch-Displays, die zunächst für ein Tablet-Computer entwickelt wurden. Steve Jobs erkannte das Potential dieser Entwicklung, wollte aber lieber zuerst ein Handy auf den Markt bringen.
Bei Apple gab es zwei geheime Teams, die parallel am iPhone forschten, aber nichts vom jeweils anderem Team wussten: Die einen entwickelten ein iPhone mit großflächigem Multitouch-Display, die anderen ein iPhone mit Click-Wheel vom iPod. Die Entwicklung fand in einer abgeriegelten, geheimen Etage mit strenger Zugangsbeschränkung statt.
Panne knapp umgangen: Die legendäre Vorstellung des iPhones
Wer als Apple-Fan die Präsentation des ersten iPhone noch nicht gesehen hat, sollte sich diese unbedingt anschauen. Die Keynote von Steve Jobs am 9. Januar 2007 zählt zu den legendärsten Momenten der Apple-Geschichte.
Nach einem Rückblick auf das Geschäftsjahr (das gehörte damals bei der Keynote dazu) kündigte Jobs drei Weltneuerungen an: einen iPod mit Touch-Display, ein revolutionäres Handy und ein mobiles Internetgerät. Diese drei Neuheiten stecken in einem einzigen Gerät: dem iPhone.
Da die Vorstellung um 9:41 Uhr geplant war (die Keynote startete 9:00 Uhr), wurde diese Uhrzeit auf allen Grafiken verwendet. Bis heute wird auf Bildern und Videos von iPhones immer diese Uhrzeit angezeigt.
Fast wäre die Keynote eine reine Blamage geworden
Das iPhone war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig und die Software stürzte ständig ab. Jobs entwickelte einen bestimmten Pfad an Funktionen, die er zeigen konnte, ohne dass sich das iPhone aufhing. Wäre er von dieser Abfolge abgewichen, wäre das für Apple eine gewaltige Blamage geworden.
Das iPhone revolutionierte die gesamte Technik-Welt
Während Apple heute anderen Herstellern oft hinterherhinkt (siehe KI oder faltbares Smartphone), hat das erste iPhone tatsächlich jede Menge Maßstäbe gesetzt. Zwar gab es schon vorher erste „Smartphones“, die man per Display bedienen konnte, allerdings benötigten diese dafür meistens einen Stift und besaßen eine physische Tastatur mit winzigen Kunststoff-Tasten.
Das iPhone begeisterte mit seinem damals gewaltigem 3,5-Zoll-Display, auf dem je nach Bedarf verschiedene Tastaturen, Nummer-Wahlfeld, aber auch eine Website oder ein Video angezeigt werden konnte. Apple kam mit nur fünf Knöpfen aus. So konnte Apple das große Display extrem vielseitig nutzen.
Als Steve Jobs zum ersten Mal die Bedienung per Multitouch vorführte, ging ein Raunen durch den Raum der damals noch live auf einer Bühne mit Publikum stattfindenden Keynote. Beim iPhone konnte man Icons einfach mit dem Finger antippen, mit einem Wisch durch eine Liste scrollen oder mit Pinch-to-Zoom ein Bild vergrößern.
Das iPhone brauche keinen Stift – das Display erkannte Fingergesten sehr zuverlässig. Wie intuitiv und genial diese Entwicklung ist zeigt sich daran, dass sich bis heute nichts an der grundlegenden Bedienung geändert hat und diese auch bei anderen Smartphone-Herstellern zum Standard wurde.

Der Erfolg des iPhones hat Apple überrollt
Steve Jobs glaubte an das iPhone, rechnete aber eher damit, dass es mittelfristig ein Nischenprodukt im Luxus-Segment bleiben würde. Er sah eher den iPod als Massenprodukt. Dass das iPhone aber innerhalb weniger Jahre ein so gigantisches Phänomen wurde, dass jeder ein Smartphone haben wollte, hatten bei Apple wohl die wenigsten kommen gesehen.
Heute ist das iPhone für viele das Hauptgerät und es hat nicht nur den iPod, sondern auch den Mac längst überholt. Viele, gerade junge Nutzer, besitzen heute gar keinen Computer mehr.
Fast die Hälfte des Umsatzes macht Apple allein mit dem iPhone. In den letzten 19 Jahren wurde das iPhone immer größer und leistungsstärker. Während die 1. Generation noch eine 2-Megapixel Kamera (ohne Video-Funktion) und einen Home Button besaß, werden heute iPhones sogar für den Dreh von Kinofilmen verwendet.
Aus einem Modell wurde mit der Plus-, Pro-, Pro Max-, e- und Air-Reihe eine ganze Familie, zu der wohl in diesem Jahr noch das erste faltbare iPhone hinzustoßen soll.
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