Kaum gestartet, schon gescheitert: Der erste alternative App Store macht dicht.
Die Europäische Union hat vor knapp zwei Jahren Apple gezwungen, das iPhone für alternative App-Marktplätze zu öffnen.
Der Konzern aus Cupertino hatte sich vehement dagegen gewehrt, musste aber durch den Digital Markets Act letztlich nachgeben.
Jetzt zeigt sich: Die meisten iPhone-Nutzer interessieren sich offenbar nicht für diese Alternativen und bleiben lieber beim gewohnten App Store.
Setapp Mobile gibt nach gut einem Jahr auf
MacPaw zieht nun die Reißleine und schließt seinen im Herbst 2024 gestarteten alternativen Marktplatz Setapp Mobile am 16. Februar.
Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit Apples komplexen Geschäftsbedingungen, die einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich machten.
Nutzer sollten ihre Daten schnell sichern, denn danach sind alle Apps unwiederbringlich weg.
Apple macht es Konkurrenten schwer
Zwar hat Apple die EU-Vorgaben technisch umgesetzt, gleichzeitig aber hohe Hürden aufgebaut.
iPhone nur auf dem Papier offen: Erster App-Marktplatz in EU schließt
Dieser Schwachsinn irgend welche unsicheren oder dubiosen AppStores zuzulassen hat iOS und deren User einen Bärendienst erwiesen. Die EU ist der letzte Dreck. https://t.co/PDjIi39wMq
— Friedrich Blackrock (@noeunato) January 14, 2026
Updates funktionieren nicht reibungslos, außerhalb der EU gibt es Einschränkungen, und die Gebührenstruktur schreckt ab.
Bisher verlangte Apple 50 Cent pro Download und Update, ab 2026 kommen fünf Prozent Provision auf digitale Inhalte hinzu.
Gescheiterte Vielfalt
Von den wenigen gestarteten Alternativen ist Setapp Mobile der erste prominente Ausfall.
Das zeigt deutlich: Selbst die rechtlich durchgesetzte Öffnung garantiert noch keine funktionierende Konkurrenz zum etablierten System.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: MacPaw; Header iTopnews

