Beinahe ein Milliardenbetrag – und doch kaum mehr als ein Kratzer im Lack.
Apple musste 2025 weltweit Strafen in Höhe von rund 851 Millionen Dollar wegen Verstößen gegen Datenschutz- und Kartellrecht zahlen.
Das ist deutlich weniger als im Jahr davor, als noch etwa 2,1 Milliarden Dollar fällig wurden. Grundlage ist der aktuelle „Tech Fines Tracker“ des Mailanbieters Proton.
Vier Verfahren, vier Länder
Die einzelnen Posten für Apple:
- 571 Millionen Dollar wegen DMA-Verstößen im App-Store-Geschäft in der EU
- 162 Millionen Dollar in Frankreich wegen Datenschutzverstößen
- 115 Millionen Dollar in Italien wegen Marktmachtmissbrauchs
- 3,2 Millionen Dollar in Südkorea wegen unzulässiger Datennutzung
Peanuts im Vergleich
So hoch die Summen klingen – gemessen an Apples Finanzkraft sind sie überschaubar. Laut Proton hätte der iPhone-Hersteller nur drei Tage, drei Stunden und 28 Minuten gebraucht, um den Gesamtbetrag zu begleichen.
Apple was fined a total of $851M last year for privacy and antitrust violations https://t.co/80VCmLEPcd by @benlovejoy
— 9to5Mac (@9to5mac) January 28, 2026
Zum Vergleich: Google kam 2025 auf 4,2 Milliarden Dollar, Amazon auf 2,5 Milliarden.
Sind Geldstrafen wirkungslos?
Proton kritisiert, dass Strafen von Big Tech längst als kalkulierter Kostenfaktor betrachtet würden.
Zwar könnten EU-Behörden theoretisch bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes verhängen, doch bislang fehle der politische Wille. Solange Sanktionen kaum schmerzen, bleibt der Anreiz zur echten Verhaltensänderung gering.
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