Apples FaceTime-Technologie könnte bald vor Gericht stehen.
Apple wird in Europa verklagt, weil FaceTime-Anrufe eine Funktion verwenden, die den Blick des Nutzers optisch so korrigiert, dass er direkt zum Gesprächspartner zu sehen scheint. Apple nennt das „Eye Contact“.
Der Kläger, EyesMatch Ltd., wirft Apple vor, ein europäisches Patent (EP2 936 439) auf genau diese Technik zu verletzen und hat im Dezember vor dem Einheitlichen Patentgericht (UPC) eine Klage eingereicht.
Was genau ist strittig?
Das Patent beschreibt eine Methode zur Aufnahme und Anzeige von Bildern, inklusive einer speziellen Augen- bzw. Blickanpassung.
Genau diese Anpassung nutzt Apples AR-basierte Eye Contact-Funktion seit iOS 14, um bei FaceTime-Anrufen einen direkteren Augenkontakt zu simulieren.
Patent-Troll oder legitime Forderung?
EyesMatch gilt als Patentinhaber, der keine eigenen Produkte verkauft, sondern Lizenzen durchsetzt – klassische Merkmale eines „Patent Trolls“.
Das Unternehmen hat ähnliche Klagen bereits gegen Microsoft und Samsung geführt und dort Lizenzvereinbarungen erzielt.
Apple FaceTime Eye Contact feature hit by patent troll in EU court https://t.co/UbzCARPXpO #Apple
— AppleInsider (@appleinsider) January 21, 2026
Auch gegen Apple könnte ein Vergleich oder eine Lizenzzahlung stehen, wenn sich das Gericht auf die Patentansprüche stützt.
Risiko für Apple und Ausblick
Sollte das UPC dem Kläger Recht geben, drohen Apple mögliche Schadenersatzforderungen oder Lizenzauflagen – ähnlich wie frühere Patentstreitigkeiten (beispielsweise mit VirnetX bei FaceTime und iMessage in den USA).
Für Apple-Nutzer ändert sich vorerst nichts. Doch der Rechtsstreit zeigt erneut, wie auch kleine Feature-Patente zum juristischen Stolperstein werden können.
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