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14 Tage ausprobiert: Das neue Google Pixel 3XL im Test

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Wir haben uns in den letzten 14 Tagen Googles neues Flaggschiff, das Pixel 3 XL, näher angesehen.

Vor etwa zwei Jahren hat uns Google bereits das Pixel XL, das erste Gerät der Reihe, zur Verfügung gestellt. Unser Review dazu lest Ihr hier nach. Bevor wir zu unseren Eindrücken kommen…

Die wichtigsten Hard-Facts 

  • Display: OLED, 5,5″ (Pixel 3) / 6,3″ (Pixel 3 XL)
  • CPU: Qualcomm Snapdragon 845
  • RAM: 4 GB
  • Flash-Speicher: 64 oder 128 GB
  • Preis: 849 oder 949 Euro (Pixel 3), 949 oder 1049 Euro (Pixel 3 XL)
  • Kamera: 2 Selfie-Kameras (1 davon Weitwinkel), 1 Haupt-Kamera
  • USB C-Port (kein AUX-Port)
  • Fingerprint-Scanner
  • Support für Qi-Laden und Google Pay
  • Farben: Just Black, Clearly White, Not Pink

Der erste Eindruck

Durchaus positiv. Google legt dem Gerät neben einem Ladegerät und USB-C-Stecker auch einen Kopfhörer-Adapter, sowie ein Paar USB-C-Kopfhörer bei. Letztere liefern einen annehmbaren Klang. Außerdem sitzen sie sehr gut im Ohr.

Das Pixel liegt sehr gut in der Hand und fühlt sich auch sehr hochwertig an. Leider zerkratzt die matte Rückseite etwas zu leicht. Wir haben das Gerät immer in einer Hülle verwendet, aber diverse YouTube-Videos zeigen, dass Ihr dabei vorsichtig sein solltet.

Die Software

Google hat die aktuellste Version von Android, „Pie“, vorinstalliert. Außerdem gibt es eine Update-Garantie. Mindestens bis zum Oktober 2021 wird es sowohl Funktions-, als auch Sicherheits-Updates geben. Da diese direkt von Google kommen, sind sie ab Tag 1 verfügbar – anders als bei anderen Herstellern, wo es Monate dauern kann.

Sehr gut gefällt uns hier, dass Google keine großen Modifikationen an Android vornimmt. Das Gerät läuft fast auf purem Android. Das sieht sehr gut aus und ist auch an der Leistung zu erkennen. Das System reagiert rasch und die Animationen wirken sehr natürlich.

Google hat sich auch ein kluges Update-Feature einfallen lassen. Auf dem Gerät sind praktisch zwei Betriebssysteme installiert. Gibt es ein Update, wird dieses im laufenden Betrieb installiert. Beim nächsten Neustart landet Ihr dann im aktualisierten Betriebssystem. So gibt es kein nerviges Warten am Upgrade-Screen mehr.

Der alltägliche Betrieb

In Benchmark-Tests ist das Gerät nicht das schnellste. Auch in diversen Video-Vergleichen mit aktuellen iPhones wirkt es langsam. Doch im alltäglichen Gebrauch ist es keineswegs langsam. Apps starten schnell und die Navigation läuft ebenfalls flüssig. An der Performance gibt es nichts auszusetzen.

Der Akku des Geräts ist nicht massiv. Er brachte uns gut durch den Tag. Recht viel mehr gibt es nicht zu sagen. Er war gut, aber es gab keine positiven Überraschungen. Das Laden per Qi ist zwar nicht neu, jedoch weiterhin ein nettes Feature.

Die Kamera

Das vermutlich größte Highlight des Geräts ist jedoch die Kamera. Google setzt weiterhin auf eine einzige Linse auf der Geräte-Rückseite. Doch diese liefert atemberaubende Bilder. Eine Auswahl der von uns aufgenommenen Fotos haben wir Euch hier zusammengestellt. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse beeindruckend.

Google hat auch einen eigenen Modus für Fotos bei Dunkelheit eingefügt. Dieser nimmt mehrere Bilder auf und kombiniert diese mit der Hilfe von KI, um sie aufzuhellen. Hier kann es etwas dauern, bis Ihr den Dreh für die Verwendung raus habt. Doch danach sind die Ergebnisse beeindruckend hell.

Für Selfies stehen bei dem Gerät gleich zwei Linsen zur Verfügung. Eine davon ist eine Weitwinkel-Linse. Auf diese bringt Ihr mehr Leute für ein Gruppen-Bild. Eine durchaus nette Sache. Allerdings hätte uns eine zweite Linse auf der Rückseite, zum Beispiel für eine optische Zoom-Stufe, besser gefallen.

Display und Vorderseite

Das Display des größeren Pixel 3 XL weist eine relativ großen Notch auf. Das kleinere Gerät kommt ohne diese Kerbe aus. Da beide AMOLED-Screens sind, hat Google eine Always-On-Funktion integriert. Dank dieser sind Uhrzeit, Datum  und Wetter immer am Bildschirm ablesbar.

Besonders gut gefallen uns die Stereo-Front-Lautsprecher. Beide sitzen auf der Vorderseite des Geräts und schallen direkt in Richtung Eurer Ohren. Das klingt nicht nur ausgezeichnet, sondern ist auch viel praktischer, als wenn ein Lautsprecher zur Seite wegfeuert.

Weitere Features

Google verbaut eine sogenannte Active Edge. Das bedeutet: Das Gerät erkennt, wenn Ihr auf der Unterseite seitlich Druck ausübt. So lässt sich der Google Assistant starten (was auch über das Hotword „Ok, Google“ geht). Eine durchaus nette Spielerei.

Google Pay läuft wie zu erwarten einwandfrei. Einfach einmal die Kreditkarte hinzufügen und schon kann das Pixel an das Kassenterminal gehalten werden, um zu bezahlen. Probleme damit gab es während unseren Tests keine.

Das Smartphone ist außerdem IP68 wasser- und staubresistent. Diese Aussage haben wir nicht selbst überprüft – hierbei vertrauen wir auf Googles Aussagen. Trotzdem ist es immer das beste, elektronische Geräte von Wasser fernzuhalten.

Der Fingerprint-Sensor sitzt auf der Rückseite des Geräts. Dort ist er gut mit dem Zeigefinger zu erreichen. Er reagiert schnell und präzise. Ebenfalls cool: Wischt Ihr mit dem Finger von oben nach unten, klappt Ihr die Mitteilungszentrale aus.

Zubehör

Google hat zum Smartphone auch ein eigenes Qi-Ladegerät vorgestellt. Dieses kann jedoch mehr als Euer Gerät laden. So kann das Pixel morgens, bevor Euer Wecker läutet, den Bildschirm auf ein Gelb-Oranges Licht stellen. Somit wird ein sanfter Sonnenaufgang simuliert, der das Aufstehen erleichtert. Auch eine Diashow könnt Ihr laufen lassen, während das Pixel auf dem Ladegerät steht.

Der Pixel Stand kostet 79 Euro extra. Produkte der Konkurrenz gibt es ab 10 Euro. Auch wenn Google ein hochwertiges Produkt liefert, solltet Ihr Euch die Investition gut überlegen. Gute Dritthersteller-Produkte sind weiterhin viel billiger. Ihr erhaltet zwar die Sonder-Features nicht, doch ob diese Euch den Aufpreis wert sind, müsst Ihr selbst entscheiden.

Google hat unserem Testgerät auch eine der selbst produzierten Stoff-Cases beigelegt. Diese fassen sich hochwertig an und schützen das Gerät sehr gut. Leider ist das Case etwas anfällig fürs Ansammeln von kleinen Bröseln oder Flecken. Diese sind schnell relativ gut sichtbar.

Das Fazit

Google liefert mit dem neuesten Pixel ein durchaus solides Gerät ab. Dieses hat jedoch seinen Preis – und der liegt inzwischen mit dem iPhone gleichauf. Dafür gibt es auch die Qualität, die Kunden auch von Apple gewohnt sind. Top-Hardware, solide Verarbeitung und rasche Updates. Alles in allem hat uns das Gerät sehr gut gefallen. Jedoch gibt es auch günstigere Android-Alternativen, wo es zum geringeren Preis ähnliche Features gibt.

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