Nach Protesten: Google gibt Pläne für neuen Campus in Berlin auf

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Google wollte in Berlin-Kreuzberg einen neuen Campus errichten, doch daraus wird nichts.

Der Internet-Riese hatte geplant, das ehemalige Umspannwerk in ein Zentrum für Startups zu verwandeln. Es wäre der weltweit siebte Google-Campus geworden. Die Planung lief seit zwei Jahren.

Neben Anwohnern, die vor allem steigende Mieten und damit Gentrifizierung fürchteten, hatten sich diverse Vereine und Organisationen gegen den Google Campus ausgesprochen und die Proteste in zahlreichen Aktionen kanalisiert. Aktivisten hatten sogar das Gebäude besetzt.

Google kapituliert nun. Das Haus selbst wird künftig zur Unterbringung sozialer Projekte genutzt. Google-Sprecher Rowan Barnett nutzt in der offiziellen Mitteilung (wenig überraschend) andere Worte:

„Ziel unseres Engagements in Kreuzberg war es von Anfang an ein Angebot zu schaffen, das der Gemeinschaft zugute kommt und diesem vielfältigen Kiez gerecht wird.“  

Gebäude wird Ort für soziale Vereine

Unter anderem ziehen nun Karuna und Betterplace ein. Karuna ist ein Verein, der sich für eine bessere Zukunft von Kinder und Jugendliche in Not einsetzt. Betterplace ist eine Web-Plattform, über die Spenden für verschiedenste soziale Projekte gesammelt werden.

Google wird sich nun eine neue Lokalität suchen. Das alte Umspannwerk wurde bereits an die neuen Nutzer übergeben. Google trägt die Kosten für Umbau und Miete für fünf Jahre. Das Unternehmen bleibt also Mieter, gibt die Kontrolle aber an die Projekte ab.

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