macOS Mojave ab 24. September für alle verfügbar – das ist neu

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Gerade hat Apple auf dem Event einen kurzen Ausblick auf macOS Mojave gegeben.

Das System mit der Versionsnummer 13 kommt am 24. September für alle User und bringt viele Neuerungen, die die Arbeit am Mac übersichtlicher und angenehmer machen sollen.

Neuer Nachtmodus 

Die wohl auffälligste Neuerung ist der Nachtmodus. Durch ihn wird das Arbeiten im Dunklen angenehmer fürs Auge. Wem die dunkle Optik gefällt, der kann den Nachtmodus aber natürlich auch dauerhaft einschalten.

Durch ihn wird der Fokus stärker auf die Arbeit gelegt, denn die dunklen Menüs lenken weniger ab und lassen z.B. Fotos noch deutlicher hervortreten. Apps von Drittanwendern müssen aber erst aktualisiert werden, um den neuen Nachtmodus zu unterstützen.

Die neuen dynamischen Hintergründe, die sich an die aktuelle Tageszeit anpassen, spinnen die Idee vom Tagesrhythmus weiter. Je nach Tageszeit sehr Ihr etwa hinter einer Düne die Sonne aufgehen, die Mittagszeit, die Abenddämmerung oder die Nacht. So seht Ihr, wie es draußen derzeit aussieht, wenn Ihr mal wieder viel zu lange am Mac arbeitet (kennen wir aus Erfahrung).

macOS Mojave räumt Euren Schreibtisch mit Stapeln („Stacks“) auf

Wo gearbeitet wird, da fallen Späne. Wir alle kennen Probleme mit überfüllten Schreibtischen, Ordnern und zu vielen Dateien. Mit Mojave wird zumindest Euer Schreibtisch nicht mehr so überladen sein. Ihr könnt Dateien nach Art, Datum oder sogar Metadaten wie Kundennummern zu Stapeln („Stacks“) zusammenfassen. So findet Ihr schneller was Ihr sucht und habt automatisch einen deutlich aufgeräumteren Desktop.

Fahrt Ihr mit der Maus über einen Stapel oder klickt ihn an, seht Ihr alle Dokumente, die sich darin befinden. Fügt Ihr eine neue Datei zum Schreibtisch hinzu, verschwindet sie automatisch im jeweiligen Stapel, je nachdem, wie Ihr diese geordnet haben wollt.

Verbesserungen im Finder

Im Finder gibt es jetzt die neue Ansicht „Galerie“, die Cover Flow ersetzt. Mit Ihr seht Ihr Eure Dateien deutlich größer und könnt Fotos oder Dokumente leichter finden. Über eine neue Seitenleiste, die rechts im Finderfenster angezeigt wird, erkennt Ihr alle Metadaten wie Größe, Blende, ISO, Auflösung, Erstellungsdatum und mehr auf einen Blick. Ihr könnt auch Dokumente direkt im Finder über Quick Actions mit einem Passwort schützen, bearbeiten oder drehen.

Auch QuickLook bekommt weitere Features: Ihr könnt jetzt Dokumente und Bilder nicht mehr nur in einer Vorschau ansehen, wenn Ihr sie per Leertaste aufruft, sondern Ihr könnt sie auch direkt bearbeiten und teilen.

Bildschirmfotos in Mojave auf dem Mac direkt bearbeiten

Nehmt Ihr in Mojave einen Screenshot (Shift+Command+3 oder 4) auf, wird dieser wie in iOS zunächst unten rechts auf dem Bildschirm angezeigt. Klickt Ihr ihn an, könnt Ihr Euren Screenshot direkt bearbeiten, zuschneiden, mit Kommentaren oder Zeichnungen versehen und natürlich abspeichern.

Mit den neuen Screenshot-Kürzel Shift+Command+5 wählt Ihr außerdem in einem erscheinenden Fenster aus, ob Ihr den kompletten Bildschirm, nur ein Programmfenster oder eine Auswahl abfotografieren wollt. Ihr seid auch in der Lage, direkt ein Bildschirmvideo aufzunehmen und zu bestimmen, ob Euer Mauszeiger zu sehen sein soll.

Neu gestalteter App Store und neue Apps in macOS Mojave

Der Mac App Store, der vor sieben Jahren startete, wird in Mojave komplett runderneuert. Das neue Design erinnert an den App Store unter iOS. Ihr könnt leichter zu Kategorien wie „Spiele“ oder „Produktivität“ gelangen und seht handerlesene Empfehlungen der Apple-Redaktion. Mit Storys erhaltet Ihr wie bei iOS Einblicke in neue Apps oder hinter die Kulissen der Entwickler – und dank Videos bekommt Ihr mehr Informationen über eine App oder ein Spiel.

iOS-Apps werden in Zukunft mit Hilfe eines neuen Projektes, das lange in Arbeit war, leichter in einer Mac-Version umgewandelt werden können. Mehr dazu will Apple aber erst 2019 zeigen.

Die ersten Früchte dieser Arbeit stecken allerdings schon jetzt in Mojave: Die neuen Fassungen der Apps Aktien, Home und Sprachmemos wurden von iOS auf den Mac portiert. Jetzt könnt Ihr also auch auf dem großen Bildschirm Eure Aktien verfolgen, Euer Smart Home steuern oder Sprachmemos aufnehmen und bearbeiten.

Fotos mit dem iPhone schießen und Dokumente scannen

Eine weitere praktische Neuerung in Mojave ist die Möglichkeit, Fotos und Dokumente mit dem iPhone oder iPad abzufotografieren und das Bild direkt im Mac einzufügen. Wollt Ihr beispielsweise einen ausgedruckten Vertrag in ein Pages-Dokument auf dem Mac hinzufügen, könnt Ihr in der Finderbar unter „Bearbeiten“ die Option „Bild vom iPhone oder iPad hinzufügen“ auswählen.

Die Kamera Eures iPhones öffnet sich und Ihr könnt das Dokument direkt abscannen. Es erscheint dann an der gewünschten Stelle direkt auf dem Mac.

Mehr Sicherheit auf dem Mac mit Mojave

Apps müssen jetzt wie in iOS fragen, wenn sie auf Eure Kamera, Mikrofon, Ortsdaten oder Safari-Verlauf zugreifen wollen. Apps, die ihr nicht aus dem Mac App Store bezieht, die aber eine Developer-Info aufweisen, werden jetzt von Apple genauer kontrolliert. So könnt Ihr sicher sein, dass Ihr Euch keine Malware runterladet.

Die von Safari vorgeschlagenen Passwörter sind jetzt stärker und können per AirDrop mit anderen Geräten oder Nutzern geteilt werden. Wenn Ihr selbstgewählte Passwörter eingebt, teilt Euch Euer Mac mit, wenn diese zu schwach sind. Nutzt Ihr eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, wird Euch Euer ans iPhone gesendete Code per Autofill direkt unter dem Eingabefeld angezeigt.

macOS Mojave kommt am 24. September

Natürlich bietet Mojave auch Tonnen anderer neuer Funktionen, die Ihr ab dem 24. September selbst entdecken könnt. Freut Euch auf viele Änderungen in der Apps „Bücher“ (vorher iBooks), FaceTime mit bis zu 32 Personen, Emojis in Mail, Apple File System für Fusion Drives und klassische Harddrives, häufig genutzte Apps im Dock und vieles, ja sehr vieles mehr.

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