3454 von 5855 Kinder-Apps unter Android verstoßen gegen Datenschutz

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Eine neue Studie hat das Privatsphäre-Verhalten von Android-Apps analysiert.

Dabei wurde ein besonderer Fokus auf Apps für Kinder gelegt. Das Ergebnis ist eher ernüchternd: Die meisten der 5855 der beliebtesten Kinder-Anwendungen sollen den sogenannten „Children’s Online Privacy Protection Act“, ein Gesetz zum Schutz von privaten Daten von Kindern, auf die ein oder andere Weise verletzen.

Drittanbieter-SDKs oft falsch konfiguriert

Grund ist meistens die Anbindung von Drittanbieter-SDKs. Letztere können zwar konfiguriert werden, um eben solche Datenschutzverletzungen zu verhindern, doch dies wird oftmals nicht gemacht.

Außerdem sollen 19 Prozent der Apps Daten mit Entwickler-Funktionen sammeln, deren AGB die Verwendung in Kinder-Apps ausdrücklich verbieten.

Google versucht zwar, derartige Praktiken einzudämmen, hat damit jedoch nur wenig Erfolg: Zwei Drittel der 3454 Anwendungen, die das Zurücksetzen von gesammelten Werbedaten unterstützen, speichern zudem parallel auch andere Daten, die sich nicht vom Nutzer löschen lassen.

Viele bekannte Apps verletzen Richtlinien

In dem Report zur Studien tauchen auch einige bekannte App-Namen und dazugehörige Verstöße auf, darunter zum Beispiel Minion Rush, Duolingo und „Wo ist mein Wasser“ von Disney. Oftmals ist dabei nicht einmal die Übertragung der Daten ausreichend gesichert.

Die Sicherheitsforscher wollen in Kürze auch iOS-Kinder-Apps genauer unter die Lupe nehmen.

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