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Video: 15.400 Euro iMac Pro gegen 6200 Euro iMac 5K

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Wie schlägt sich der neue iMac Pro im Vergleich zum bisherigen Top-iMac?

Der Filmemacher und YouTuber Parker Walbeck hat in einem Video einen vollausgerüsteten 18-Core iMac Pro gegen den leistungsfähigsten 5K iMac antreten lassen. Er will damit die Frage beantworten, ob der 14.000 US-Dollar (hier 15.400 Euro) teure Rechner sein Geld wert ist.

Die Maschinen im Vergleich

Sein bisheriger iMac 5K kostete mit knapp unter 6.000 US-Dollar weniger als die Hälfte des neuen Flagschiffs der iMac-Serie. Er hat einen 4,2 GHz Quad-Core i7 mit 4,5 GHz Turbo-Boost. Die 18 Kerne des Xeon W im iMac Pro takten zwar nur mit  2,3 GHz, aber immerhin können einige von ihnen im Turbo-Boost bis zu 4.3 GHz erreichen.

Mit 128 GB DDR4 RAM übertrifft der iMac Pro die 64 GB DDR4 RAM des iMac 5K nicht nur um das doppelte, der Speicher ist mit 2666 MHz im Vergleich zu den 2400 MHz des iMac 5K auch schneller und weniger anfällig für Speicherfehler.

Nicht nur der RAM, auch die Grafikkarte ist besser

Auch die Radeon Pro Vega 64 Grafikkarte des iMac Pro ist der Radeon Pro 580 des iMac 5K auf dem Papier deutlich überlegen. Die Grafikkarte des iMac Pro ist in allen Disziplinen ungefähr doppelt so gut aufgestellt. Beide Rechner sind mit einer SSD ausgestattet, die des iMac Pro verfügt allerdings mit 4TB über doppelt so viel Speicher und ist außerdem als RAID angebunden.

Walbeck testete die iMacs mit Premiere Pro bei der Bearbeitung von Videoclips von drei unterschiedlichen Kameras. Mit dem Abspielen eines 4K-Clips einer 1DX MKII Kamera hatten beide Rechner keinerlei Probleme. Gleiches gilt für den Test mit einem 4K-Clip von einer Phantom Pro 4 Drohne.

iMac Pro gewinnt die meisten Tests, aber nicht alle

Bei zweifacher Wiedergabegeschwindigkeit konnte der iMac 5K allerdings nicht mehr mithalten. Die Auflösung musste auf 1/8 reduziert werden, damit der Rechner das Video flüssig abspielen konnte. Auch mit 8K-Clips einer RED-Kamera bekam das Gerät massive Probleme, hier musste die Auflösung ebenfalls auf 1/8 reduziert werden. Der iMac Pro kam hingegen mit dem hochauflösenden Pro-Material bestens zurecht.

Auch beim Rendern und Export konnte der iMac Pro seine Vorteile ausspielen: In beiden Disziplinen war er ungefähr zweimal schneller. Beim Test des Warp Stabilizers lag der iMac 5K hingegen vorn. Dank der schnelleren Single-Core-Performance übertraf er den iMac Pro um 25 Prozent. Dies sollte übrigens bei fast allen Anwendungen der Fall sein, die nicht von mehreren Kernen profitieren.

Obwohl der iMac Pro hier auch bei der Wiedergabe Vorteile hatte, war beim Export aus Final Cut Pro zwischen den beiden Maschinen quasi kein Unterschied feststellbar.

Lohnt sich der Leistungsunterschied?

Es ist im Allgemeinen so, dass Ihr für die beste Technik, auch wenn sie eigentlich nur geringe Verbesserungen bietet, einen deutlichen Aufpreis zahlen müsst. Würde sich also der deutliche Aufpreis eines iMac Pro für die meisten Anwender lohnen? Walbeck verneint das.

Als Profis zum Beispiel im Videoschnitt könnt Ihr je nach Eurem Aufgabengebiet aber von den Unterschieden profitieren. Unter diesen Umständen – und wenn Zeit auch Geld bedeutet –, würde es sich auch nicht als Alternative lohnen, nach einem eventuell günstigeren selbst konfektionierten PC mit ähnlicher Leistung Ausschau zu halten.

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