Anzeige

Telekom, Vodafone, O2: So rechtfertigen sie ihre hohen Preise

    9

Mobiles Surfen ist in Deutschland extrem teuer – das hatten wir Euch kürzlich berichtet.

Laut einer Analyse des finnischen Beratungsunternehmens Rewheel ist das Surfen mit Smartphone oder Tablet innerhalb der 28 EU-Länder nur in acht Staaten noch teurer als in Deutschland, das in der Preis-Rangliste damit auf Platz 20 liegt.

30 Euro für 85 GB weniger als anderswo

Für 30 Euro im Monat bekommen mobile Internetnutzer in Deutschland maximal ein Datenvolumen von 15 Gigabyte (GB). Zum Vergleich: Auf dem Baltikum, in Dänemark, Finnland, Irland oder Großbritannien gibt es für diesen Betrag mindestens 100 GB.

In Litauen kostet eine unbegrenzte Flatrate nur 15,75 Euro. In Deutschland gibt es nur ein einziges solches Angebot – für 199,95 Euro pro Monat. Experten machen für die enorm hohen Datenpreise in Deutschland den zu geringen Wettbewerb zwischen den Providern verantwortlich.

Telefon-Konzerne reden sich raus

Ist das tatsächlich so? Der Stern hat jetzt unter der reißerischen Überschrift „Telekom, Vodafone und Co.: So rechtfertigen die Provider den irren LTE-Wucher“ bei den Providern nachgefragt. Die Antworten der Konzerne sind aber eher Ausreden als stichhaltige Begründungen.

  • Vodafone: „Mit unserem Tarifportfolio decken wir weitestgehend alle Nutzungsszenarien ab“, erklärt der Düsseldorfer Provider. Und man sei „für weite Bevölkerungskreise erschwinglich“. Vodafone weist zudem auf seinen Tarif Red XXL mit satten 25 GB Datenvolumen hin – der ohne Rabatt mit 105 Euro im Monat aber auch sündhaft teuer ist.
  • Telekom und O2 verweisen – wie schon seit Jahren – auf die hohen Kosten für den Netzaufbau und die teure Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen. Dazu erklärt der Telekommunikationsexperte Torsten Gerpott gegenüber der Tagesschau: „Die Ausgaben für die UMTS-Frequenzen sind längst abgeschrieben.“ (Dass wir mittlerweile im LTE-Zeitalter angekommen sind, hat der Stern allerdings offenbar übersehen).
  • Telekom: „Unterschiedliche wirtschaftliche und geographische Rahmenbedingungen führen zu unterschiedlichen Tarif- und Preisgestaltungen in den Ländern der europäischen Union“, so der Magenta-Konzern, der allerdings auch keinen näheren Einblick in seine Preiskalkulation gewährt.

Viel herausbekommen hat der Stern erwartungsgemäß nicht, die Konzerne mauern. Wenn Ihr die Geschichte trotzdem nachlesen wollt, findet Ihr sie auf der Website des Stern.

Teile
in diesem Artikel

Anzeige

Deine Meinung ist wichtig

Die Kommentarfunktion von Disqus wird als Frame eingebunden. Wenn Sie eine Meinung/einen Kommentar abgeben wollen, verlassen Sie damit unsere Webseite/App und posten über Disqus.