Teenager stirbt durch Stromschlag von ausgefranstem iPhone-Ladekabel

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Eine Teenagerin ist in Vietnam durch einen Stromschlag ihre iPhone-Ladegeräts gestorben.

Das 14-jährige Mädchen aus Hanoi wurde von ihren Eltern bewusstlos aufgefunden und schnell in ein nahes Krankenhaus gebracht. Die Ärzte konnten jedoch nur noch den Tod feststellen.

Als Grund wird ein starker Stromschlag angegeben. Dieser wurde durch ein abgenutztes Lightning-Kabel – offenbar von einem Drittanbieter – ausgelöst, der ohne Zertifizierung von Apple (MFi) in den Handel gekommen war.

Mädchen stirbt an Stromschlag von iPhone-Ladekabel

Bei dem Kabel hatte sich die Ummantelung gelöst, während das Gerät am Bett über Nacht geladen wurde. Die Drähte lagen teilweise frei. Beim Schlafen scheint das Mädchen in Berührung mit diesen Drähten gekommen zu sein, während ihr iPhone 6 aufgeladen wurde.

Die Behörden untersuchen das Kabel derzeit. Aktuell zeigte sich bereits, dass es kürzer als ein Original-Ladekabel ist und daher wohl nicht von Apple selbst stammt, da es etwas kürzer war, wie Yahoo China berichtet.

Nur MFi-zertifizierte Ladekabel verwenden

Generell gilt: Bei Ladekabeln solltet Ihr, sofern Ihr nicht bei Apple die Original-Kabel kauft, auf MFi-zertifizierte Kabel von Drittanbietern setzen. Und sollte eines dieser Kabel freiliegende Drähte aufweisen, so folgt daraus natürlich, dass Ihr es schnell entsorgen solltet.

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  • Jörg

    Das kann nicht am Ladekabel alleine gelegen haben.
    Von 5V oder 12V merkst du nichts.
    Da muss zusätzlich noch ein defektes, vermutlich nicht zertifiziertes Netzteil die Hauptursache gewesen sein – es hätte somit auch mit völlig intaktem Originalkabel am Metallgehäuse des iPhone einen Schlag geben können.
    In Deutschland sinkt nochmals diese Gefahr, da hier fast überall FI Schutzschalter Pflicht sind, die solche Personenschäden verhindern.

  • AWachert

    Man sollte zusätzlich erwähnen dass das Netzteil ebenfalls kein „originales“ war und daher durch einen Fehler im Netzteil 220V am Kabel anlagen. Durch die reine Ladespannung wäre man nicht gestorben. Wobei man sagen muss das man bei den Lightning Kabeln die an einem Netzteil hängen, egal ob die 5W fürs iPhone oder die 12W fürs iPad schon ordentlich eine gezwirbelt bekommen kann, dadurch das die Kontakte ja „offen“ liegen.

    • WaveMan

      Genau, Netzteil kaputt und du spürst dann wie sich 230 Volt anfühlen.
      Solch tragische Unfälle passieren leider immer wieder noch durch Unwissenheit und Dummheit.
      Lieber ein paar Euro mehr für anständige Ladekabel und Stecker ausgeben.

      • Kartoffelsack

        Die Originial-Ladekabel von Apple sehen nach einiger Zeit genauso aus. Ist auch kein Wunder bei dem viel zu kurzen Knickschutz, den Appple irgendwann mal eingeführt hatte. Eigenartiger Weise haben alle selbst diese Unsitte dann nachgemacht.

        • WaveMan

          Mit dem Kickschutz hast du schon recht aber kommt halt immer darauf an wie man damit umgeht. Orginalkabel nehm ich zuhause zum laden und die halten bei mir ewig. Im Auto liegen zwei Kabel von Anker und Aukey die sowieso unverwüstlich sind.
          Die Lightning Kabel die Apple beilegt werden zum Glück immer besser und sind nicht mehr schrottig wie früher die 32 Pin Teile die schon beim anschauen geknickt sind.

  • Walter

    Die 5 Volt welche am Netzteil Ausgang von dem Schaltnetzteil eines iPhone oder iPad anliegen, kann man selbst mit feuchten Händen nicht spüren, selbst wenn das Netzteil 100 oder 200 Watt hätte.
    Das Netzteil musste einen Defekt haben, wo Hochvolt führende Teile mit Teile von dem Ausgang in Berührung gekommen sind und so 110 Volt oder 220 Volt (in Vietnam haben mache Regionen noch 110 V und andere haben 220 V) am Lightningkabel anlagen.
    Daher sollte auch ein Netzteil vorsichtig behandelt werden und nach einem Sturtz überprüft werden ob nicht Risse im Gehäuse sind oder die Steckerpole verbogen sind.

    • AWachert

      Dem ersten Satz muss man entschieden Widersprechen. Und wie man das spüren kann 😉 Lass es 100 Menschen testen und ein par sagen sie merken nix, ein par sagen sie merken ein bischen was, wieder ein par es würde „warm“ werden und wieder ein par sie würden merklich einen „Schlag“ bekommen. Das kann und darf man nicht pauschalisieren nur weil man es selbst nicht nachvollziehen kann.

      Ich habe mich auch gewundert wie heftig ich es z.B. an einem iPad Netzteil gespürt habe als ich das Kabel bzw. den männlichen Lightning Anschluss des Kabels an den Arm bekommen habe und habe daher das Messgerät rausgeholt und das Netzteil geprüft und konnte kein Problem feststellen, außer das es bei allen 12W iPad Netzteil tatsächlich so ist das man da durchaus eine gewinkt bekommen kann aufgrund der anliegenden Spannung und der möglichen Ströme die dort fließen.

      Bei der Schnell-lade-technik der heutigen Netzteile ist dies auch kein Wunder das man dort weitaus mehr als nur 500mA sondern satten 2A und mehr nuckeln kann.

      Hinweis für die nicht wissenden: 5mA Stromfluss direkt am Herz können bereits tödlich sein. Also reichen 500mA am Arm unter ungünstigen Umständen (elektrischer Widerstand des Körpers, Erdung, etc.) locker aus um jemanden ggf. „auszunocken“, 2A, also das 4-fache daher erst recht. Daher spürt man solche Ströme durchaus wenn man eine leitende Haut hat. Wie leicht die Haut leitet ist ja auch bei jedem anders, z.B. Widerstand der Haut, Haare, Schweißgehalt auf der Haut zum Zeitpunkt des Kontakts und und und… da gehören halt ein Haufen Faktoren hinzu.

      • Walter

        Sorry, die 5 Volt kann man nicht spüren. Was man evtl. spüren kann ist die Entladung eines Kondensators der im Bruchteil einer Sekunde sich entlädt und man erschrickt vielleicht etwas.
        Ob ein Netzteil 2A hat oder 10A ist nicht ausschlaggebend, sonst könnte kein Mensch an eine Autobatterie fassen. Eine Starterbatterie kann über mehrere Sekunden das Vielfache von 100 Ampere liefern und dies bei 12 Volt.
        Eine Autobatterie kann man mit beiden Händen berühren ohne was zuspüren. Erst wenn man die Hände nass macht und sehr oberflächlich mit dem Handrücken oder der Armunterseite berührt kann man ein leichtes fibrieren oder kribbeln spüren.
        Das Gegenteil haben wir beim Weidezaun, was Spannung und Strom angeht. Da liegen mal 10 kV (10 000Volt) an aber der Strom wird auf 10 mA (0,010 Ampere) begrenzt und dies auch nur für eine 1/10 Sekunde. Dies spürt man ist aber ungefährlich.

        • AWachert

          Spannung spürt man nie, richtig, man spürt den Strom der fließt, also (m)A. Aber auch bei 5V kann man was spüren. Meine Frau hat von den iPad Netzteilen auch schon eine „gewinkt“ bekommen, die liefern immerhin 12W was dann wiederum bis zu 2,4A bedeutet bei 5V Ladespannung.

          Klappt besonders gut wenn man auf unserem Wasserbett liegt 😛 Wichtig bei der Aussage „ist aber ungefährlich“ ist immer der Zusatz „in der Regel“. Siehe z.B. http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Betrunken-auf-elektrischen-Weidezaun-gestuerzt-tot-id2720746.html

          Weidezäune dürfen im übrigen bis zu 1A abgeben. Es ist begrenzt ja, aber nicht bei „lächerlichen“ 10mA 😉 Meistens liegen die Einstellungen bei 100-300 mA, je nach Vieh auf der Weide (Schafe, Schweine, Esel, Pferde, sind da unterschiedlich) allerdings nur seltenst bei weniger als 100mA geschweige denn nur 10mA.

  • Ichbleibich

    Im Artikel weist ihr auf MFi hin und bei euren Amazon Angeboten nehmt ihr darauf keine Rücksicht. Ihrgendwie beißt es sich.

  • Ccoosmann

    Ich gehe auch davon aus, dass das Netzteil defekt ist, allerdings sollte man im Physikunterricht etwa dem 5. Schuljahr gelernt haben, dass auch Ströme aus einer 1,5 V-Batterie tödlich sein können. Da spielen mögliche Vorerkrankungen und ander Umfeldbedingungen eine entscheidende Rolle.

    • Daniel Walter

      Bitte erklär mir mal, wie das kommen kann:)

      • AWachert

        Relativ simpel. Wenn du z.B. an einer Herzstörung leidest, und ich schreibe deswegen nur Herzstörung weil es mehrere gibt die es betreffen kann, dann können auch kleine Ströme dafür sorgen das man in ein Kammerflimmern gerät oder sogar ein Stillstand eintritt. Ich hatte in einer meiner Ausbildungen zum Elektroniker fGuS z.B. einmal einen Vorfall mit 220V und habe damit bis heute (gut 10 Jahre später) immer noch Probleme.

        1,5V sind schon recht wenig, da muss man schon heftig empfindlich sein oder eine Verkettung ziemlich unwahrscheinlicher Umstände vorliegen. Ich sag mal das Verschlucken einer AA/AAA Batterie ist wahrscheinlicher 😛

        Aber ein 9V Block z.B. mit dem vor allem ja auch Kinder durch Spielzeug immer wieder in Kontakt geraten, kann da schon weitaus fieser sein. Wr hat nicht als Kind seine Zunge an beide Pole gehalten 😉 Ist man entsprechend vorerkrankt / empfindlich und es gibt auch noch Situationsbedingte Umstände, kann auch sowas tatsächlich zum Tod führen wenn nicht sofort erste Hilfe Maßnahmen durchgeführt werden.

        • Daniel Walter

          Vielen Dank für die Erklärung! Habe den Kommi über meinem leider falsch verstanden, habe gelesen, dass jene Vorerkrankungen KEINE Rolle spielen würden, sorry. Wir haben das im „5. Schuljahr“ tatsächlich nicht gesagt bekommen, habe aber eben mich gerade deshalb gewundert, als ich den obigen Kommentar gelesen habe, weil ja eben Vorerkrankungen in diesem Zusammenhang GERADE Sinn ergeben hätten, habe ja eben KEINE statt EINE gelesen.

          Einen schönen Sonntag Dir!

  • Daniel Walter

    Da kann ich nur wärmstens dieses Video empfehlen, echt sehenswert!

    https://youtu.be/A4ixrgeaP5Y