APFS: Alles Wichtige zu Apples neuem Filesystem in macOS High Sierra

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Wir haben kompakt für Euch zusammengefasst, was Ihr zum Umstieg auf APFS alles wissen müsst.

In Kürze wird mit macOS 10.13 High Sierra Apples neues Dateisystem APFS auf dem Mac eingeführt. Ein gewaltiger Schritt, der für Euch möglichst reibungslos über die Bühne gehen soll.

Weil uns immer wieder Fragen rund um APFS erreichen, haben wir für Euch einen Guide zum Apple File System zusammengestellt.

Was ist eigentlich APFS?

Apple File System (APFS) ist ein modernes Dateisystem und ersetzt das bereits 1998 vorgestellte HFS+. APFS ist vor allem für Flash Drives optimiert und soll sowohl die Geschwindigkeit erhöhen als auch den Speicherbedarf auf dem Laufwerk verringern.

Was passiert bei der Installation von High Sierra?

Hat Euer Mac ein Flash Drive wie eine SSD verbaut, so wird Euer Laufwerk bei der Installation von macOS 10.13 automatisch in APFS umgewandelt – das gilt auch für nachträglich verbaute SSDs.

Apple hat bereits bei der Umstellung auf iOS 10.3 bewiesen, wie reibungslos so eine Umstellung funktionieren kann. Besitzer konventioneller Festplatten betrifft diese erzwungene Umstellung übrigens nicht.

APFS

Kann ich auch manuell auf APFS umsteigen?

Externe Laufwerke und herkömmliche Festplatten können auf Wunsch in das neue File System konvertiert werden. Das könnt Ihr unter High Sierra im Festplattendienstprogramm erledigen. Dort findet Ihr bei Rechtsklick auf das Festplattensymbol die Option „zu APFS konvertieren“.

Welche Vorteile bietet mir das neue Dateisystem?

Ein der wesentlichen Neuerung ist das Cloning – statt neuen physikalischen Platz auf dem Laufwerk zu verbrauchen, verweisen Kopien von Dateien nun immer auf die Speicherblöcke der Original-Datei. Ändert Ihr etwas an einer Kopie, so muss nur der Unterschied zur Originaldatei gespeichert werden.

Durch dieses Prinzip wird nicht nur Festplattenplatz gespart und die Geschwindigkeit gesteigert. Es können auf diese Weise auch Schnappschüsse des Systems angelegt werden. TimeMachine kann dadurch wesentlich effizienter arbeiten, vor allem mobile TimeMachine-Backups profitieren davon.

Mit APFS könnt Ihr Partitionen dynamisch in ihrer Größe verändern, ohne das Laufwerk neu partitionieren zu müssen. Probleme mit zu knapp bemessenen Partitionsgrößen gehören für Euch damit der Vergangenheit an.

Auch die Verschlüsselung wurde verbessert, je nach Hardware wird nun AES-CBC oder AES-XTS verwendet. Einzelnen Dateien könnt Ihr individuelle Schlüssel zuweisen.

Unterstützt APFS Fusion Drive?

Zur Zeit nicht, aber Apple arbeitet noch an der Unterstützung des neuen Filesystems für Fusion Drive. Wir hoffen, dass mit der offiziellen Einführung von High Sierra auch solche Laufwerke unterstützt werden.

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Deine Meinung ist wichtig

  • Julian K.

    Also bei mir funktioniert APFS auch im FusionDrive. Ich musste dafür allerdings erst den FusionDrive formatieren.

  • Lukreaner

    Wenn man also nun einen Mac mit einer hdd als systemplatte hat, kann man die auch auf apfs formatieren?

    • Julian K.

      Ja im Festplattendienstprogramm steht dann „zu APFS konvertieren“ ?

  • Theo Merkler

    funktioniert Paragon nach der Installation noch????