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Sammelklage behauptet: Apple zwang User von iOS 6 auf iOS 7

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Eine neue Sammelklage unterstellt Apple unlautere Methoden bei der Einführung von iOS 7.

Die in Kalifornien eingereichte Klage basiert auf internen Mails, die den Klägern angeblich vorliegen. Eines der angeblichen Zitate aus dem Kreis von Apple-Mitarbeitern:

„We broke iOS 6, and the only way to get FaceTime working again is to upgrade to iOS 7.“

iOS 7 entwicklung deal

Der Vorwurf: Damit möglichst viele Nutzer auf iOS 7 aktualisieren, habe Apple FaceTime unter iOS 6 unbrauchbar gemacht. Gleichzeitig solle Apple aber nach außen kommuniziert haben, es handele sich um einen technischen Fehler bei FaceTime.

Aufgrund eines verlorenen Patentprozesses, so behaupten es die Kläger, habe Apple für die Servernutzung bei FaceTime explosionsartig angestiegende Gebühren zahlen müssen. Diese Kosten habe Apple umgehen wollen, so der (unbewiesene) Vorwurf. Apple habe daher für FaceTime unter iOS 7 eine komplett neue Übertragungstechnik gebaut. Auf iOS 6 habe diese Technik aber nicht mehr funktioniert.

Absicht oder Zertifikat abgelaufen?

Apple erklärte dazu 2014 nach diversen FaceTime-User-Beschwerden, ein Zertifikat sei ausgelaufen. Um FaceTime wieder nutzen zu können, sei ein Update auf iOS 7 nötig.

Nutzer, die dem Ratschlag folgten, klagten in der Folge auf älteren Geräten über FaceTime- und vor allem Performance-Probleme. Und dies ist nun Kern der Sammelklage. Mit dem angeblich forcierten iOS-6- auf iOS-7-Umzug habe man Kunden mit älteren iPhones (wie dem iPhone 4 bzw. iPhone 4s) geschadet und selbst weniger Serverkosten gehabt.

Ob die internen Emails wirklich dokumentieren, dass Apple hier widerrechtlich und mit Absicht den Umzug von iOS 6 auf iOS 7 forcierte, ist unklar. Gerichte sollen dies nun klären.

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