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Der 5K-Monitor von LG und Apple: 10 Dinge, die uns aufgefallen sind

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Zum neuen 13-Zoll-MacBook Pro kommt jetzt auch das LG UltraFine 5K Display, das Apple und LG gemeinsam anbieten. Der Wechsel vom 2012er-MacBook Pro und vom 24-Zoll-Cinema Display auf die neue Konfiguration hat grundsätzlich gut funktioniert, mit ein paar Macken allerdings. Wir verraten Euch zehn Dinge, die uns am neuen Bildschirm aufgefallen sind.

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  1. Die Verpackung ist nicht Apple-like: Wer das Auspack-Erlebnis mit neuen Apple-Produkten liebt, wird mit dem LG nicht auf Anhieb glücklich. Der Bildschirm steckt nach dem Herausholen aus dem Karton in einer seltsamen metallischen Hülle, die sich nur mit viel Gefummel und vorsichtigem Einsatz einer Schere entfernen lässt. Danach ist der Schreibtisch mit Styroporbröseln übersät. Wenigstens wirken die matt ummantelten Kabel hochwertig. Dafür ist die gedruckte Anleitung hässlich und steckt voller Fehler. Hier erlebt Ihr 100 Prozent LG und 0 Prozent Apple.
  2. Das Design ist okay: Unser Cinema Display mit glänzendem Apfel unter der Anzeige war schon viel schicker, schluchz. Das LG ist sehr schlicht und zweckmäßig gestaltet, mattes schwarzes Plastik, relativ breiter Rahmen, auch hier keine Spur von Jonathan Ive. Aber: Hässlich ist es auch nicht, und das Design wird Euch schon nach ein, zwei Tagen gar nicht mehr auffallen. Die stufenlose Höhenverstellung ist sehr praktisch und funktioniert prima. Und die Oberfläche des Schirms ist zwar glänzend, spiegelt aber deutlich weniger als das Cinema Display. Angenehm!
  3. Der Bildschirm ist überragend: Wir können mit freiem Auge keinen Unterschied zu Apples aktuellem 5K-iMac erkennen. Das Display ist unglaublich hell (wir arbeiten nur mit 60 Prozent der möglichen Helligkeit), unglaublich scharf, mit fantastischen Farben, einfach nur begeisternd. Und Ihr werdet kaum glauben, wie schnell Ihr Euch an die riesigen 27 Zoll und an die Schärfe gewöhnt. Am ersten Tag denkt Ihr: Wow, was soll ich nur mit dem vielen Platz anfangen? Am zweiten, dritten Tag kommen Euch die 27 Zoll schon ganz normal vor, und Ihr genießt den vielen Platz. Wir finden 27 Zoll mittlerweile keinesfalls zu groß, und sind froh, uns nicht den 21,5-Zöller ausgesucht zu haben.
  4. Die Installation ist wunderbar einfach: Ihr steckt den LG an den Strom an, und verbindet das MacBook Pro per USB-C-Kabel mit dem Display. Das MacBook wird dann vom Bildschirm mit Strom versorgt und braucht kein eigenes Netzteil mehr. Praktisch! Nach dem Anschließen erkennt macOS Sierra den Bildschirm sofort. In den Systemeinstellungen könnt Ihr Lautsprecher (irre laut!) und Mikrofon des Displays aktivieren oder die Auflösung ändern. Wirklich superscharf und genau passend ist aber nur die Standardauflösung mit irren 5120 x 2880 Pixeln.
  5. Es gibt zusätzliche Treiber: LG bietet zusätzliche Treiber für genauere Einstellungen zum Download an, die zum Beispiel das Verhalten von Fenstern genau festlegen. Die Software ist aber dermaßen hässlich, dass wir bisher die Finger davon gelassen haben.
  6. Das 13-Zoll-MacBook Pro ist fit genug fürs 5K-Display – aber nur knapp: Die unfassbar vielen Pixel zu schubsen, ist auch bei geschlossenem Deckel ein anspruchsvoller Job für die integrierte Intel-Grafik des 13-Zöllers. Die alltägliche Arbeit geht prima. Aber wenn sich Fenster nicht ganz so geschmeidig öffnen wie gewohnt, und wenn die Instagram-Bilder beim Scrollen etwas ruckeln, dann merkt Ihr schon, dass der Mac richtig ackern muss. Vielleicht bessert sich das durch Updates noch. Aber unser Gefühl sagt: Der 15-Zöller mit AMD-Grafik ist der bessere Partner fürs 5K-Display.
  7. Die Anschlüsse sind schnell ausgelastet: Auf der Rückseite findet Ihr vier USB-C-Buchsen, die bei uns blitzschnell belegt waren – mit dem Anschluss zum Mac, mit USB-C-Festplatte für Time Machine, mit USB-Hub für ältere Geräte und einem USB-C-auf-Lightning-Kabel fürs Aufladen von iPhone und iPad. Dafür steckt im MacBook Pro derzeit nur der Monitor, drei Buchsen sind frei.
  8. Die Display-Buchsen transportieren auch Daten: Wenn Ihr dort das iPhone anstöpselt, wird es nicht nur mit Strom versorgt. iTunes will es dann auch gleich synchronisieren.
  9. Die Adapter bleiben ein Problem: An unserem kleinen stromlosen USB-Hub hängt Peripherie wie eine Apple-Tastatur oder der Drucker. Das klappt manchmal gut, und manchmal nicht. Drucker und Keyboard machen keine Probleme. Aber beispielsweise Apples Superdrive-Laufwerk funktioniert nicht, hierfür müssten wir den Hub (was geht) zusätzlich mit Strom versorgen. Das Hantieren mit diversen Adaptern ist derzeit noch relativ nervig. Aber das sollte sich in den nächsten ein, zwei Jahren ja bessern.
  10. Der Kauf hat sich gelohnt: Das Arbeiten an dem Bildschirm macht enorm Spaß, die Technik ist großartig und perfekt aufs neue MacBook Pro abgestimmt (am 12-Zoll-MacBook läuft der 5K übrigens nicht, weil er genau genommen Thunderbolt 3 verwendet, und nicht USB-C, verwirrend…). Jedenfalls scheint sich Apple so stark bei der Entwicklung engagiert zu haben, dass wir uns fragen: Warum gibt es das 5K-Display nicht direkt von Apple, in großartigem Ive-Design? Wobei: Für 1049 Euro wäre es dann wahrscheinlich nicht zu haben…
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