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Warum 16 GB RAM im MacBook Pro 2016 ausreichen

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Ein Software-Experte hat den Arbeitsspeicher seines MacBook Pros ausgereizt.

Nicht nur Apples Preispolitik beim neuen MacBook Pro 2016 sorgt für Kontroversen bei Nutzern. Viele Kunden aus den Bereich Foto- und Videobearbeitung sowie Programmierer hofften, dass die neuen Laptops mehr als 16 GB RAM verbaut bekommen sollten – was nicht der Fall ist. Apple gibt für die Entscheidung den Akku als Grund an.

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Doch ist dieses Maximum an Arbeitsspeicher von Apple trotzdem zu niedrig angesetzt? US-Blogger Jonathan Zdziarski, Experte für Software-Analyse, sagt nach einer Testreihe mit seinem MacBook Pro ganz klar: Nein, ist es nicht. Er belegt: 16 GB RAM reichen völlig aus.

Testreihe mit vielen offenen Apps

Um zu dieser Antwort zu gelangen, öffnete er auf seinem Apple-Laptop eine hohe Anzahl an Programmen, die ein Designer und Fotograf möglicherweise zur gleichen Zeit benutzen könnte. Auf dem Höhepunkt des Stresstests waren es diese Apps:

  • VMware Fusion: Drei virtuelle Maschinen zugleich, nämlich Windows 10, macOS Sierra und Debian Linux
  • Adobe Photoshop CC: Vier 36 MP-Fotos mit mehreren Ebenen, mindestens 1GB groß
  • Adobe InDesign CC: Ein 22-seitiges Layout-Projekt mit vielen Fotos
  • Adobe Bridge CC: Ein Ordner mit 163GB Fotos, insgesamt 307 Bilder
  • DxO Optics Pro: Einen Ordner mit Bildern, der bearbeitet wurde
  • Xcode: Fünf Programmier-Projekte mit Objective-C
  • Microsoft PowerPoint: Eine Präsentation
  • Microsoft Word: Fünfzehn unterschiedliche Word-Dokumente
  • Microsoft Excel: Ein Tabellen-Dokument
  • MachOView: Eine laufende Binär-Analyse
  • Mozilla Firefox: Vier verschiedene Webseiten in einzelnen Fenstern
  • Safari: Elf verschiedene Webseiten in einzelnen Fenstern
  • Vorschau: Drei PDF-Dokumente, eines davon mit vielen Bildern
  • Hopper Disassembler: Eine laufende Binär-Analyse
  • WireShark: Eine Live-Aufnahme übers Netzwerk aller Computer-Aktivitäten
  • IDA Pro 64-bit: Eine Binär-Analyse (Intel 64-bit)
  • Apple Mail: Vier Postfächer, die im Sync gehalten werden
  • Im Hintergrund außerdem noch iTunes, Tweetbot, Little Flocker, Little Snitch, OverSight, Finder, iMessage, FaceTime, Kalender, Kontakte, Apple Fotos. Veracrypt, die Aktivitätsanzeige, Path Finder, das Terminal, die Konsole, Skype, iBooks mit einem Buch und vermutlich noch einige kleinere Anwendungen, die er übersehen hat.

Und wieviel RAM haben diese ganzen Apps verbraucht? Rund 15 GB. Erst als Zdziarski ein weiteres InDesign-Projekt aufrief, stolperte die CPU über zu wenig Arbeitsspeicher und aktivierte einen reduzierten Performance-Modus gegen Überhitzung und falsche Datenverteilung.

Für den Blogger ein klares Zeichen, dass selbst bei einer anspruchsvollen Nutzung durch viele Programme 16 GB durchaus ausreichen. Denn wer hat schon dermaßen viele Programme offen?

Kein Vergleich mit Logic oder Final Cut Pro

Doch es gibt auch ein Fragezeichen, das der Test hinterlässt: Es gibt keinen Vergleich mit Logic und Final Cut Pro und ähnlichen Musik- und Video-Programmen. Es bleibt abzuwarten, ob das Ergebnis mit dieser Software womöglich anders aussehen würde.

Eure Meinung zur RAM-Frage: Reichen 16 GB Arbeitsspeicher? Oder sollten auch 32 GB unbedingt drin sein?

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