Apple: Geheime Einblicke in Design und Strategie (Video)

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Im US-TV gewährte Apple seltene Einblicke ins geheime Design-Studio und die Firmenphilosophie.

Für die Reihe „60 minutes“ des Senders CBS besuchte Moderator Charlie Rose den Apple Campus und konnte an Orten drehen, die der Öffentlichkeit ansonsten verborgen bleiben. Für Interviews standen Angela Ahrendts, Jony Ive, Tim Cook und Phil Schiller zur Verfügung. Charlie Rose war auch beim wöchentlichen, verpflichtenden Executive-Meeting mit allen Abteilungs-Chefs dabei.

Tim Cook Charlie Rose

Hier wichtige Auszüge – die ganze Sendung könnt Ihr hier in voller Länge anschauen:

Cook zu Sicherheit und Verschlüsselung: „Niemand sollte über Hintertüren in Kundengeräte kommen, auch nicht, wenn es um die nationale Sicherheit geht“.

Cook über seine Privatsphäre: Er schätzt auch seine eigene Privatsphäre sehr hoch, hielt aber sein Coming Out irgendwann für notwendig, um anderen Homosexuellen mehr Sicherheit zu geben.

Cook über die Arbeit in China: „Die Auslagerung der Arbeit nach China hat nichts mit Gehalt zu tun, sondern wird wegen der Hersteller-Fähigkeiten dort gemacht. Die Arbeitsstandards in China werden ständig überprüft und verbessert.“

Cook über Produkte nach Steve Jobs: „Apple ist immer noch Steves Firma. Perfektion steht in allen Bereichen an erster Stelle.“

Cook über Wege, Jobs bei Apple zu bekommen: „Apple sucht nicht nur qualifizierte, sondern idealistische Leute. Daher machen wir auch keine normalen Job-Interviews, Jobs bei Apple werden auf Basis andere Kriterien vergeben als bei anderen Techfirmen.“

Cook zur Watch: „Die Watch wird verbessert werden. Wir machen ein Produkt. Dann entwickelt es sich immer weiter.“

Cook zu einem möglichen Apple-Auto: „Gut, dass Apple mehr Geheimnisse als die CIA hat.“

Executive Sitzung Apple

Auch eine Tour durchs Designbüro von Ive ist in „60 minutes“ zu sehen: Fast alle Tische waren abgedeckt, denn sonst, so Ive, „würde Rose einen Einblick in die Zukunft gewährt bekommen“.

Zehn Prototypen fürs iPhone 6s

Ive zeigte Rose 10 verschiedene iPhone-6s-Prototypen, die während der Entwicklung in Frage kamen. Auf die Frage ob Apple irgendwann „zu reich“ werden könnte, um gute Produkte zu entwickeln, gab Ive zu, dass diese Möglichkeit existiert. Auch könnte Apple sich zu sehr auf sich selbst und eigene Ideen als auf den Markt fokussieren und so den Anschluss verlieren. Das gelte es zu verhindern.

Produktlinie eng verzahnt

Abschließend zu sehen: In einem von außen unscheinbaren Demo-Retail Store gab es noch ein Interview mit Angela Ahrendts. Dort veranstaltet Apple jede Woche Meetings, um Verkaufsstrategien in Stores zu diskutieren und zu verbessern. Und außerdem äußert sich schließlich Phil Schiller zur Gesamtstrategie: „Apples Produktlinie ist eng verknüpft, Tablets und Laptops zum Beispiel sollen auch konkurrieren, um beiderseitig immer besser zu werden.“

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