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WhatsApp & Facebook: Zehn wichtige Fragen & Antworten

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WhatsApp in den Fängen Armen von Facebook. Nach der Übernahme (hier die Fakten) gibt es viele Fragen.

iTopnews beantwortet die zehn interessantesten Fragen rund um den Deal, der weltweit heftig diskutiert wird. 

Wie teuer war der Deal für Facebook?

16 Milliarden US-Dollar (11,6 Milliarden Euro) – 4 Milliarden US-Dollar zahlt Zuckerberg an die WhatsApp-Gründer in bar. 12 Milliarden US-Dollar wandern in Form von Aktienpaketen an die Chefs von WhatsApp. Diese erhalten auch noch einen 3-Milliarden-Extra-Bonus. Dieser lässt sich aber erst in vier Jahren in Bares umwandeln. So lange sind die Haltefristen.

Sind 16 Milliarden Dollar angemessen?

Kommt drauf an. Vor ein paar Monaten war Google bereit, 1 Milliarde US-Dollar für WhatsApp zu zahlen. Vor ein paar Wochen sollen es 10 Milliarden US-Dollar gewesen sein, die Google geboten hat. Am Ende musste Facebook noch was drauflegen. 

Warum hat Zuckerberg so viel investiert?

Die Nutzerzahlen von Facebook sind rückläufig, gerade bei jungen Leuten. Auf WhatsApp sind 450 Millionen User unterwegs. Und sie haben ihre Telefonnummern hinterlegt – genau darum geht es Facebook, um das Einsammeln von Kontaktdaten. Und Zuckerberg wollte wohl auch eine zweite Blamage vermeiden, kürzlich hatte er sich erst eine Abfuhr von Snapchat geholt. Da legt man für eine Erfolgsmeldung gern mal ein paar Dollar mehr auf den Tisch, oder?

Wie wird WhatsApp Gründer Jan Koum mit dem Reichtum klarkommen?

Darüber lässt sich natürlich nur spekulieren. Rund 6 Milliarden US-Dollar sollen an Koum persönlich gehen. Allerdings, Koum gilt als besonnener Mensch. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen, wurde in einem ukrainischen Dorf geboren, wanderte mit seiner Mutter in die USA aus. Dort lebte seine Mutter zunächst von Sozialhilfe. Gerüchteweise wählte er zur Unterzeichnung des Übernahme-Vertrags mit Zuckerberg ein altes Bürogebäude aus, in dem er einst nach Lebensmittel-Marken in den USA anstand.

Passen beide Firmen überhaupt zusammen?

Die Sammelwut von Facebook passt gut zur Kundenkartei von WhatsApp, klar. Aber WhatsApp ist eher das Gegenteil von Facebook: keine Gimmicks, keine Werbung. Jetzt wandern auch private Konversationen in die Facebook-Datenbank. Was dort mit ihnen geschieht – man weiß es nicht.  

Wie wird der Deal weltweit aufgenommen?

Größtenteils mit Verwunderung: Facebook habe zuviel für WhatsApp bezahlt, so der Tenor. Auch die User setzen aktuell ein deutliches Signal. In den App-Store-Charts boomen gerade weltweit Whats-App-Alternativen. Threema hat sich in Deutschland innerhalb weniger Minuten auf Platz 1 gesetzt. 

Bleibt WhatsApp eigenständig?

In ersten offiziellen Verlautbarungen heißt es, WhatsApp werde weiterhin eigenständig betrieben und nicht in Facebook integriert. Allerdings sagte Zuckerberg auch, WhatsApp müsse noch ein bisschen mehr Geld verdienen. Welche Pläne er genau mit WhatsApp hat, verriet er allerdings nicht.

„Weiter eigenständig“ – kann man das glauben?

Wir sind skeptisch! Vor ein paar Wochen erzählte WhatsApp-Gründer Jan Koum auf der Burda Digital Konferenz in München, WhatsApp stünde nicht zum Verkauf. Kurze Zeit später ist alles anders. Was kümmert mich mein … Ihr wisst schon! Vermutlich liefen da längst Verhandlungen? 

Was bedeutet der Deal für Apple?

Apples iMessage ist nicht plattformübergreifend, sondern iOS-systemweit integriert. Das ist Absicht, und natürlich von Apple so gewollt. An wilde Spekulationen oder Forderungen, Apple müsse iMessage jetzt auch für andere Plattformen wie Android öffnen, glauben wir – Stand jetzt – nicht. Es würde im Kern Apples abgeschlossenem System widersprechen.

Wenn ich WhatsApp nicht mehr traue: Wo finde ich Alternativen?

iTopnews hat die wichtigsten Messenger-Alternativen in diesem Artikel gecheckt

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