Akku-Bremse: Anzahl der Sammelklagen gegen Apple steigt weiter

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Die Anzahl der Sammelklagen gegen Apple bezüglich der Akku-Thematik hat sich nochmals erhöht.

Die Situation im Skandal um die iPhone-Drosselung wird für Apple immer komplizierter. Nachdem bereits französische Behörden begonnen haben, gegen Apple wegen geplanter Obsoleszenz zu ermitteln, schaltet sich nun auch der US-Senat ein.

Senat verlangt Aufklärung von Cook

John Thune, der republikanische Vorsitzende des Senatsausschusses für Handel, Wissenschaft und Transport, hat sich laut einem Bericht des Wall Street Journal direkt an Tim Cook gewandt und fordert Aufklärung darüber, warum Apple sich zur Drosselung von iPhones entschieden hat und wie sie mit Beschwerden von Kunden bezüglich der Performance umgegangen sind. Thune zufolge seien viele Kunden der Meinung, Apple solle Betroffenen einen kostenlosen Tausch des Akkus anbieten.

Inzwischen 30 Sammelklagen gegen Apple

Aufgrund der äußerst lukrativen Aussichten versuchen außerdem immer mehr Kanzleien ihr Glück und springen auf den Zug der rechtlichen Aktionen gegen Apple auf. Inzwischen liegen in den USA laut Patently Apple 30 Sammelklagen wegen der Akku-Problematik vor. Allein in Nordkalifornien sind es dreizehn Klagen, acht davon in der Stadt San Jose.

Teilweise gleich mehrere Anschuldigungen

Eine der Klage listet gleich fünf unterschiedliche Punkte gegen Apple auf:

  • Bruch eines stillschweigend geschlossenen Vertrages
  • Verletzung der Verfügungsmacht Dritter
  • Verstoß gegen den Grundsatz von Treu und Glauben
  • Verstoß gegen das kalifornische Gesetz über unlauteren Wettbewerb
  • Verstoß gegen die kalifornische Verordnung über die Rechtsbehelfsbelehrung von Konsumenten

Sollte es zu Gerichtsverhandlungen kommen, dann wird insbesondere die Verletzung der Verfügungsmacht Dritter ein bedeutender Punkt sein. Die Kläger gehen dabei davon aus, dass Apple durch die Drosselung bewusst und ohne Zustimmung das Eigentum Dritter einschränkt. Apple würde wahrscheinlich entgegnen, dass die Nutzer der Änderung der Software zugestimmt haben, da jedes iOS-Update nur mit Zustimmung des Benutzers installiert werden kann.

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  • Özcan

    Bin ja mal gespannt was dabei rauskommt!

  • WePeS

    „Apple würde wahrscheinlich entgegnen, dass die Nutzer der Änderung der Software zugestimmt haben“ – logisch, schließlich stand das ja auch klar und deutlich in der Update-Beschreibung!

    Ach ne…