HomePod: „Fünf Jahre in Planung, angeblich drei Jahre hinter Echo“

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Der HomePod von Apple, der erst Anfang 2018 erscheint, soll eine lange Geschichte hinter sich haben.

Der bekannte Blogger Mark Gurman hat sich für Bloomberg die Historie der Entwicklung bei Apple vorgenommen, indem er interne Kontakte bei Apple befragt hat.

HomePod startete als Hobby-Projekt

So soll der HomePod erstmals vor fünf Jahren auf die Agenda gekommen sein, danach sei das Projekt aber mehrmals verworfen worden. Der HomePod sei somit laut Gurman „drei Jahre hinter dem Echo“.

Die Geschichte des HomePod beginnt dabei als „audiophiles Hobby-Projekt für einen richtigen Lautsprecher von einer Gruppe von Apple-Ingenieuren“, weiß Gurman.

Hinter den Ingenieuren soll das Mac-Tontechniker-Team gesteckt haben. Ziel: „Besser klingen als Bose, JBL und Harman Kardon“ zu sein.

Einer der Entwürfe soll riesengroß gewesen sein, so wie herkömmliche Standlautsprecher. Unter dem Codenamen B238 habe der HomePod nach zwei Jahren den Status eines Projektes der Zubehör-Abteilung erhalten. Das Team sei dann vom Amazon Echo mit Alexa mitten in der Arbeit überrascht worden, so Gurman weiter.

„Echo ist ein minderwertiger Lautsprecher“

Intern sollen die Ingenieure gewitzelt haben, wer denn nun die HomePod-Technologie an Amazon verraten habe. Als das HomePod-Team dann den Echo auseinandergebaut habe, sei schnell klar gewesen, dass es sich um minderwertige Speaker handele – und die Ingenieure gingen laut Gurman erneut an die Arbeit.

Allerdings, so behauptet er, in der ärgerlichen Gewissheit, dass der HomePod vieles nicht könne, was Amazon Echo und Google Home schon bieten würden.

Der HomePod versteht sich nur mit einigen Drittanbieter-Apps, verfügt aber nicht über die große Auswahl an Skills eines Amazon Echo. Gedacht sei er eher für die audiophile Musikwiedergabe, Smart-Home-Steurung und das Versenden von Nachrichten übers iPhone.

Starke Einschränkungen für Entwickler

Die Beschränkung auf Nachrichten, ToDo-Listen und Notizen bleibt bestehen. Schließlich leitet der HomePod ab 2018 Anfragen, etwa Drittanbieter-Apps zu öffnen, nicht in die Clioud weiter (wie es der Echo praktiziert), sondern aufs iPhone. Entwickler müssen also für den HomePod angepasste App-Versionen bauen.

Gurman zitiert einen angeblichen Mitarbeiter mit den Worten: „Dies ist eine große verpasste Gelegenheit.“ Allerdings muss auch fairerweise gesagt werden, dass Apple aus Gründen der Sicherheit privater Daten hier einen Riegel vorschieben will, während Alexa durchaus in der Lage ist, alles Gehörte nicht nur zu sammeln, sondern auch zu verarbeiten. Zum Beispiel für Kaufempfehlungen…

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