Face ID: Wie sicher ist die neue Unlock-Funktion von Apple?

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Apples neues Face ID lässt berechtigte Fragen bezüglich der Sicherheit und des Datenschutzes aufkommen.

Bedingt durch das neue revolutionäre Konzept des iPhone X nehmen wir Abschied vom Home Button mit integriertem Fingerabdrucksensor – eine Technologie, die sich bisher ausgezeichnet bewährt hat.

Ob Face ID ein adäquater Ersatz sein kann, ist zwangsläufig mangels Erfahrung mit der neuen Technologie eine Frage, die sich viele von Euch stellen. Aber Bedenken bezüglich der Sicherheit kommen auf.

Apple sieht Face ID als einen gewaltigen Fortschritt an. Gegenüber Touch ID sei es eine für den Nutzer einfachere und natürlichere Handlung, ein iPhone auf diese Weise zu entsperren. Und tatsächlich ist Face ID in gewissen Momenten Touch ID überlegen, zum Beispiel, wenn Ihr nasse Finger habt.

Wie sicher ist Face ID?

Wie steht es aber um die Sicherheit gegenüber Touch ID? Angeblich soll die Wahrscheinlichkeit, Face ID mit einem anderen Gesicht zu aktivieren, bei 1:1 Million liegen, was wesentlich sicherer ist als die Verwendung eines Fingerabdrucks zur Identifikation. Bei Zwillingen soll es aber tatsächlich zu Verwechselungen kommen.

FaceI ID

Können Behörden Euch dazu bringen, dass iPhone zu entsperren, indem sie Euch das Gerät kurz vor das Gesicht halten?

Da Ihr beim Entsperren Augenkontakt mit dem iPhone halten müsst, ist das eher unwahrscheinlich. Sogar unter Einsatz von Gewalt wäre das wesentlich schwieriger als Euren Finger auf den Touch-ID-Sensor zu legen.

Reicht ein Bild aus, um Face ID auszutricksen?

Manche befürchten, Face ID könnte durch ein Bild des entsperrt werden. Das ist aber natürlich nicht so einfach möglich, da das Gesicht des Nutzers dreidimensional biometrisch erfasst wird. Madame Tussaud hätte also bessere Chancen, aber auch mit solchen Tricks besteht das Problem des aktiven Augenkontakts, der bei einer Leiche nicht möglich ist und bei einer Puppe nur mit immensen technologischen Aufwand zu realisieren wäre.

Erkennt Face ID den Nutzer in allen Lebenslagen?

Apple hätte eine Technologie wie Face ID sicherlich nicht eingeführt, wenn sie noch Kinderkrankheiten hätte. Es wird versichert, dass die Funktion von Face ID durch neue Brillen, neue Frisuren oder das Tragen eines Schals nicht beeinträchtigt wird.

Soweit die Theorie, in der Praxis sahen wir allerdings, wie Craig Federighi bei der Präsentation von Face ID kurzzeitig ganz schön ins Schwitzen kam, als Face ID ihn kurzzeitig nicht erkannte.

Nicht unbedeutend ist natürlich auch die Frage des Datenschutzes. Viele von Euch fragen sich, wie viel wir noch preisgeben sollen. Erst den Fingerabdruck, nun einen kompletten biometrischen Scan des Gesichts.

Kritiker sehen darineine gefährliche Entwicklung. Uns bleibt kaum etwas anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass unsere Daten bei Apple sicher sind. Technologisch sind wir schon lange über orwellsche Ausmaße hinweg.

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