Das 10,5“ iPad Pro in der Medizinforschung: Ein Erfahrungsbericht

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Das 10,5“ iPad Pro hat viele Stärken – und einige von ihnen helfen beim Erforschen von Krankheiten.

Mir selbst war diese Dimension von Tablet-Nutzung völlig unbekannt – bis meine Freundin Leonie sich mein neues 10,5“ iPad Pro geschnappt hat. Sie hat sich die Apps Sketchbook, Notability und Mendeley installiert und binnen weniger Minuten die vielen Möglichkeiten ausgelotet, die ihr das Tablet in Kombination mit dem Apple Pencil bietet.

Leonie forscht zu bösartigen Hirntumoren. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit betrachtet sie Tumorzellen und überprüft, wie sie sich verändern, wenn sie mit bestimmten Medikamenten behandelt werden.

Um zu dokumentieren, wie sich die Zellen durch die Behandlungen verändern, werden sie unter dem Mikroskop fotografiert. Mit dem iPad kann Leonie jetzt zusätzlich auch Zeichnungen der Zellen anfertigen und sie zu Mindmaps und Präsentationen zusammenstellen.

Erster Schritt: Zellen in Sketchbook zeichnen

Ihr Arbeitsprozess beginnt in Sketchbook. Unterstützt durch die – per einmaligem In-App-Kauf erhältlichen – Auswahl diverser Zeichen-Instrumente fertigt sie zunächst Bleistiftskizzen an. Dank des Apple Pencil und des neuen Pro-Motion-Displays sind diese schon extrem akkurat, vor allem dadurch, dass verschiedene Druckstärken erkannt werden.

Anschließend werden die Skizzen mit Pinsel und Farbe zur farbigen Zeichnung. Hier helfen vor die intuitive Bedienung des Ebenenfeatures, dank dem sie auch Fotos der Zellen als Vorlage nutzen kann, sowie der sogenannte Doppelpuck: ein Feature von Sketchbook, das mit nur einem Tipp Farbwechsel, Vergrößerung der Pinsel, Sättigung und mehr ermöglicht.

Zwar würden manchmal den Zeichnungen, vor allem bei Detailarbeit, höhere Auflösungen nicht schaden, aber die intuitive Bedienung von Sketchbook lässt einen leicht darüber hinwegsehen. Zudem ist es ja auch noch kinderleicht, die fertigen Zeichnungen zu exportieren – auch direkt in Notability.

Notieren, Beschreiben und Organisieren in Notability

Diese App ist der Dreh- und Angelpunkt in Leonies Workflow. Die in Sketchbook angefertigten Zeichnungen werden hier arrangiert, handschriftlich kommentiert und mit Daten, Fotos und Grafiken angereichert. So kann sie ihre Forschungsergebnisse ohne unnötige Zwischenschritte formulieren und organisieren.

Hilfreich sind dabei vor allem die Scheren-Funktion, die absolute Flexibilität des Seitenlayouts – etwa beim Verschieben von Mindmaps und Verlaufsschemata – sowie die rasend schnelle Radierfunktion. Diese erkennt immer ganze Blöcke an Inhalten und löscht sie komplett.

Alle in Notability erstellte Notizen können ausgedruckt, als PDF exportiert, per Mail versendet oder in die Cloud geschoben werden – alles optimale Funktionen, um ihre Erkenntnisse mit Kollegen zu teilen.

Natürlich müssen zum Vergleich der eigenen Ergebnisse auch Forschungsergebnisse anderer WissenschaftlerInnen berücksichtigt werden. Die vielen wissenschaftlichen Artikel, die zu ihrem Thema erschienen sind, organisiert sie im kostenlosen PDF-Reader Mendeley.

Dessen Funktionen sind gut auf die Arbeitsabläufe von Studenten ausgerichtet, die Haus- und Abschlussarbeiten schreiben. Hier kommt bei Leonie, wie oben zu sehen, häufig der Split View von iOS zum Einsatz. So kann sie die eigenen, in Notability notierten Beobachtungen direkt mit den Aufsätzen vergleichen.

Natürlich nutzt sie Mendeley auch als eigenständige App, um konzentriert die Artikel zu lesen, zu markieren und mit Notizen zu versehen. All das geschieht natürlich auch mithilfe des Apple Pencil – und wird komplett mit der zugehörigen Mac-Version von Mendeley automatisch synchronisiert.

Beeindruckend intuitive Arbeitsabläufe

Mich als Journalisten und Student eines geisteswissenschaftlichen Fachs hat an Leonies Arbeitsprozess nicht nur der Inhalt, der mir so fremd ist, beeindruckt, sondern vor allem wie einfach es ihr das iPad macht, diesen so zu bearbeiten wie sie es braucht, um ihre eigenen Gedanken dazu zu formulieren – visuell in Sketchbook und schriftlich in Notability und Mendeley.

So kann sie nicht nur schneller arbeiten, sondern ihre Ergebnisse auch Laien wie mir verständlich machen. Das ist extrem wichtig bei einem so komplexen und nicht nur wissenschaftlich relevanten Thema wie der Krebsforschung – und allein dafür hat sich die Anschaffung des 10,5“ iPad Pro mit dem Apple Pencil absolut gelohnt.

Autodesk SketchBook
Unterhaltung
universal
(481)
168 MB
Gratis
Notability
Produktivität
universal
(2002)
127 MB
10,99 €
Mendeley (PDF Reader)
Produktivität
universal
(194)
94 MB
Gratis
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  • watchOS_User

    👍🏽

  • WaveMan

    Ich fand das iPad immer schon um einiges intuitiver als das iPhone.
    iPhone, nettes Teil aber zum arbeiten, surfen, Video schauen, schreiben, lesen, etc. seit 2010 nur mit iPad und immer nur die Cellular Versionen da man damit unabhängig ist.
    Einige glauben sie können das mit dem Plus Model wettmachen aber 2 cm mehr Screen bringt auch nicht viel mehr.
    Überhaupt jetzt mit iOS 11 kann man wirklich sagen das Apple damit dem Pro Standard gerecht wird👍👍