UPDATE: Apple enthüllt das iPhone X – bis zu 1.319 Euro teuer!

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One more thing… gerade eben hat Apple mit dem iPhone X das Highlight der heutigen Keynote vorgestellt.

Das Gerät (übrigens iPhone Ten ausgesprochen!) gleicht optisch den bereits im Vorfeld aufgetauchten Leaks. Das Display läuft unten und oben bis an den Rand des Gerätes, die Bezel verschwinden also fast komplett. Auf einen Homebutton verzichtet Apple gänzlich. Das Gehäuse an sich ist aus Edelstahl gehalten.

Die Frontkamera und neue 3D-Sensoren befinden sich auf einem Bereich, der oben in das Display hineinragt. Dadurch wird die Statusleiste zweigeteilt: links befindet sich nun die Uhrzeit und rechts die Akku- und Netz-Anzeige. Die Status Bar bekommt nun allerdings – geschuldet dem deutlich geringeren Platzanteil – interaktive Inhalte als Teil von iOS 11.

Randloses OLED-Display ohne Home Button

Der fehlende Homebutton wird durch eine dezente Leiste im unteren Bereich des Displays ersetzt. Zieht Ihr diese nach oben, gelangt ihr zum Homescreen zurück, wird die Leiste weiter nach oben gezogen, öffnet sich der App Switcher. Gestartet wird Siri auf dem iPhone X nun durch einen Press+Hold-Klick des Power Buttons an der rechten Geräteseite (der jetzt Side Button heißt).

Das neue OLED-Display (‚Super Retina Display‘ genannt) besticht nicht nur durch seine Größe von 5,8 Zoll (1125 x 2436 Pixel), sondern auch durch die True-Tone-Technologie sowie das tiefe Schwarz und die lebendigen Farben der organischen Displaytechnologie. OLED-Displays werden bereits in der Apple Watch verwendet und sorgen dafür, dass sich das Display mit einem schwarzen Hintergrund quasi nicht mehr vom schwarzen Geräterahmen unterscheiden lässt.

Die True-Tone-Technologie, die bereits mit dem iPad Pro eingeführt wurde, sorgt dafür, dass sich die Farben des Displays an die Umgebungssituation anpassen. Bei warmen Licht zuhause auf der Couch werden die Farben gelblicher, in einer kühleren Umgebung geht die Farbdarstellung eher ins Bläuliche.

Schade: die ProMotion-Technologie, die Apple im Frühjahr beim 2nd Gen. iPad Pro vorgestellt hat, findet seinen Weg leider (noch) nicht ins iPhone. So bleibt die Bildwiederholfrequenz bei 60 anstelle von 120 Bildern.

Aus ‚Touch ID‘ wird ‚Face ID‘

Durch den Wegfall des Home Buttons fällt natürlich auch der Touch-ID-Sensor weg. Die biometrische Identifizierung des Nutzers übernimmt nun stattdessen die neue Technologie Face ID. Das iPhone X nutzt also die Frontkamera und neue Sensoren um Euer Gesicht zu erkennen.

Das soll sehr genau funktionieren und dank Infrarot-Sensoren auch nachts ohne Probleme klappen. Im Gegensatz zu einem Iris-Scanner, der die Beschaffenheit der menschlichen Iris überprüft (wie er beispielsweise in Samsungs Flaggschiff-Modellen verbaut ist), muss beim Infrarot-Gesichts-Scan auch nicht genau frontal in die Kamera gesehen werden, sie erkennt Euch auch innerhalb eines bestimmten Neigungswinkels.

Die Einrichtung von Face ID funktioniert so, wie im Leak von Samstag beschrieben: Ihr lasst Euer Gesicht einfach aus verschiedenen Perspektiven abscannen. Animierte Beispielbilder helfen Euch dabei.

Vertikale Kamera

Die Dual-Lens-Kamera auf der Rückseite des iPhone X ist vertikal angeordnet, um ein besseres Bild zu liefern, wenn Ihr das Gerät beim Fotografieren oder Filmen in den Landscape-Modus dreht.

Die Linsen enthalten ein Weitwinkel- sowie ein Teleobjektiv, können dadurch (wie schon beim Vorgänger iPhone 7 Plus) einen optischen Zoom ermöglichen und Bokeh-ähnliche Unschärfe-Effekte in Portraitaufnahmen generieren.

Die neuen Kameramodule (mit unveränderten 12 Megapixel Auflösung,) machen aber nicht nur bessere Bilder, sondern erkennen dank neuer Sensoren auch die Umgebung besser. Dadurch können Augmented-Reality-Funktionen besser berechnet und im Raum platziert werden.

Außerdem kann das iPhone X nun 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, sowie SloMo-Videos in FullHD 1080p bei 240fps. Sollte mindestens eins davon ein relevantes Feature für Euch sein, raten wir im Übrigen dringend zum Speicher-Upgrade. Die Basis-64GB sind mit 4K60- und 1080p240-Videos schneller voll, als Apple einen für Leaks verantwortlichen Mitarbeiter vor die Tür setzt.

A11 Bionic Neural Engine Chip

Als Teil des neuen A11 Prozessors, der das iPhone X antreibt, sitzt auch die Neural Engine, die über Zeit Eure Gesichter lernen und dafür sorgen soll, dass keine Fotos von Euch (oder gar Hollywood-reife Masken) genutzt werden können, um Face ID auszutricksen. Es soll zudem mit der Zeit gehen können, kann gewachsene Bärte oder Hüte quasi ‚ausblenden‘, damit Ihr mit Trends gehen könnt.

Neue Farben und induktives Laden

Das iPhone X kommt in den zwei neuen Farben Silber/Weiß und Schwarz die wir bereits aus zahlreichen Leaks kennen, kein Blush Gold. Die Front der Geräte ist dabei aber immer schwarz, um die Vorteile der OLED-Technologie auszuspielen, und um gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Sensorleiste am oberen Bildschirmrand ein wenig an Präsenz verliert.

Wie das neue iPhone 8 (Plus) lässt sich das iPhone X ebenfalls per Induktion auf einer Auflegestation laden, der Akku des iPhone X soll übrigens zwei Stunden mehr Laufzeit bieten als der Vorgänger iPhone 7. Eine im kommenden Jahr erscheinende Lade-Matte ‚Air Power‘ soll es zudem ermöglichen, iPhone X, Apple Watch und AirPods gleichzeitig induktiv laden zu können.

Speichergrößen und Preise

Das iPhone X ist in den Speichergrößen 64 GB und 256 GB erhältlich und ist leider nicht unter Tausend Euro zu haben. Die 64GB-Variante kostet 1.149 Euro, die 256GB-Version bringt es auf stattliche 1.319 Euro! Es lässt sich ab 27. Oktober vorbestellen, ausgeliefert werden soll dann ab 3. November.

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