Ulysses ab sofort im Abo: Warum ich gern bezahle

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Die Umstellung der Schreib-App Ulysses auf ein Abo-Modell sorgt für gewaltigen Wirbel.

Im App Store ist die Bewertung des Programms seit gestern von fünf auf zwei Sterne abgestürzt – so protestiert der iOS-Nutzer, wenn ihm die Preispolitik eines Entwicklers nicht gefällt. Und auch bei Twitter, Facebook oder auf Apple-Websites wie der unseren wird die Umstellung heftig diskutiert, und meist kritisiert. Typischer Beitrag: „Frechheit! Sofort nach diesem Kommentar wird die App gelöscht!“

Ich will bei diesem „Aufschrei“ nicht mitmachen. Im Gegenteil: Ich finde die Preispolitik des Leipziger Entwicklers vernünftig, nachvollziehbar und mehr als angemessen. Warum? Hier ein paar Anmerkungen dazu.

  • Die Vorgeschichte: Ich bin seit 2004 absoluter Power-Nutzer von Ulysses. Ich habe – zunächst mit dem Vorgänger, dann seit Ende 2016 mit der aktuellen Version – mehrere Bücher und Tausende von Zeitungsartikeln geschrieben. Ulysses ist für mich das perfekte Arbeitswerkzeug, das zehn bis zwölf Stunden täglich geöffnet ist, und das mich davor bewahrt, meine Texte mit dem grauenvollen Word schreiben zu müssen (ich weiß, es gibt auch noch andere Alternativen). Ich habe mich lange gegen die Umstellung aufs aktuelle Ulysses gewehrt – doch als das Ur-Ulysses auf Sierra nicht mehr lief, habe ich meine komplette Bibliothek mit Tausenden Texten umgezogen. Mittlerweile bin ich hochzufrieden mit dem Schreiben und der Organisation im aktuellen Ulysses, die Entwickler haben einen fantastischen Job gemacht. Einen Text auf dem iPhone oder dem iPad zu tippen, dann den Mac anzuwerfen – und der Text ist 1:1 auch dort vorhanden, ist unschlagbar.
  • Das neue Abo-Modell: Natürlich war auch ich nicht begeistert, dass ich plötzlich ein zweites Mal für Ulysses zahlen sollte – erst für den ursprünglichen Kauf für Mac und iOS, nun nochmal fürs Abo. Natürlich war ich davon ausgegangen, dass sich das Thema Bezahlen mit dem Kauf erledigt hatte, und dass ich Ulysses jetzt für immer und ewig damit nutzen kann, alle Updates inbegriffen. Ja, ich habe mich zunächst auch geärgert.
  • Die Argumente: Ulysses-Gründer Max Seelemann legt auf medium.com sehr ausführlich da, warum das bisherige Finanzierungsmodell von Ulysses langfristig einfach nicht funktioniert. Bevor Ihr schimpft, lest bitte diesen Artikel! Alle anderen Modelle sorgen schlichtweg nicht für die Erlöse, die notwendig sind, um die App kontinuierlich weiter zu entwickeln und mit neuen Features auszustatten. Wenn ein Nutzer wie ich 2016 einmal bezahlt, und dann nie mehr – wie sollen damit Aktualisierungen im Jahr 2018 oder 2019 bezahlt werden? Ich kann die Argumente der Leipziger gut nachvollziehen. Wenn mir mein iTopnews-Chef Michael einmalig 1.000 Euro rüberschiebt, und dafür dann jahrelang Texte verlangt, hätte ich auch ein Problem.
  • Der Billig-Wahn: Heutzutage wollen wir alles so billig wie möglich, oder am besten gleich kostenlos. Alle Musik der Welt für 9,99 Euro im Monat (eine CD war früher teurer), Filme und Serien pauschal im 9,99-Euro-Stream, der Haarschnitt für zehn Euro, das Schnitzel für 79 Cent. Wer daran überhaupt noch Geld verdienen soll, wie Musiker gute Musik machen sollen, wenn per Spotify kaum Geld reinkommt – das interessiert die wenigsten. Wir wissen den Wert vieler Dinge nicht mehr zu schätzen, und das gilt auch für exzellente Software. Nur für FIFA 18 in der Ronaldo-Edition schieben wir klaglos 90 Euro über den Ladentisch.
  • Der Preis für Ulysses: Als Bestandskunde zahle ich jetzt 29,99 Euro für Ulysses – nicht im Monat, wie man angesichts des Proteststurms glauben könnte, sondern im Jahr. So viel/wenig Geld ist mir meine wichtigste Software allemal wert. Und wer einigermaßen regelmäßig mit Ulysses arbeitet, sollte diese 2,49 Euro im Monat ebenfalls erübrigen können. Und auch die jeweils doppelten Preise für Neukunden finde ich angesichts der herausragenden Qualität des Programms durchaus angemessen, zumal es dafür jetzt die Versionen für Mac und iOS im Paket gibt. Und nochmal: Wer soll Top-Software entwickeln und pflegen, wenn Ihr dafür nichts bezahlen wollt? Und seid Ihr nicht auch happy, wenn Euch Euer Chef für Eure Arbeit einigermaßen vernünftig und überdies regelmäßig bezahlt? Auch er mietet ja quasi Eure Arbeitskraft im „Abo“.
  • Die Umstellung: Der Wechsel aufs neue Abo-Modell ist fehlerfrei gelungen. Das „neue“ Ulysses hat mich automatisch als Bestandskunde erkannt. Ich habe am iPhone einmal 29,99 Euro bezahlt, meine Bibliothek wurde danach wie gewohnt angezeigt. Auf zwei iPads und auf dem Mac wurde das Abo dann sofort erkannt, ohne jede weitere Eingabe – wenn bei Apple alles so gut funktionieren würde, wäre ich happy. Wer mit den momentanen Versionen von Ulysses zufrieden ist, kann sie überdies uneingeschränkt weiterverwenden, das bezahlte Geld ist also nicht „weg“. Er bekommt dann eben nur keine Updates mehr. Für viele Kunden dürfte das ohnehin genügen.
  • Das Fazit: Ich finde, das Abo-Modell, das die Zukunft von Ulysses sichert, ist eine faire, saubere und nachvollziehbare Lösung. Meine 29,99 Euro sind schon in Leipzig – ich freue mich, dass ich dafür auch in Zukunft ein Top-Programm bekomme, das auf dem neuesten Stand gehalten wird. Und das Gefühl, dass die Entwickler davon einigermaßen vernünftig leben können, ist auch nicht ganz verkehrt.

Eure Meinung zum neuen Ulysses-Abo: Stimmt Ihr Jörg zu oder seht Ihr das anders?

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Zur Mac-App:

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  • Ich denke auch: Wer viel schreibt und damit sein Blog oder ähnliches füllt, Bücher und Artikel schreibt ggf. noch Geld dsmit verdient. Der hat auch locker die 2,59 € im Monat übrig!

    Klar zuckt man erst mal zusammen. aber diese App ist auch kein Trödel, sondern einfach mal verdammt gut!

  • Für Power User wie zB. den Joerg hier mag das alles zutreffen, und ist auch völlig logisch.
    Für Jemanden wie mich, einen Gelegenheitsnutzer, absolut nicht.
    Ich verbleibe dann eben Update Frei- mal schauen wie lange das so funktioniert.

    Kritik: Der Punkt mit dem Thema Billig-Wahn finde ich sehr stark verallgemeinert, und gefällt mir garnicht. Und ich kann dies auch in meinem Umfeld nicht nachvollziehen bzw bestätigen. Ganz im Gegenteil, ich finde wir kommen davon wieder weg, oder sind es schon, und die Leute bezahlen inzwischen wieder deutlich mehr, weil sie eben Qualität haben möchten- und es Ihnen durchaus bewusst ist das es diese oft nicht für einen kleinen Taler gibt.

  • MobiLe

    Ich finde obiges eher zu schwarz/weiß dargestellt.
    Der absolute Poweruser, der die Anwendung geschäftlich nutzt vs. den Normalo, der angeblich am liebsten alles umsonst möchte.
    Die Wahrheit sehe ich da eher im konkreten Anwendungsfall.
    Ich zahle, sogar gerne, gutes Geld für gute Arbeit.
    Im Fall von Ulysses sogar öfters, wenn halt die alte Version nicht mehr läuft…?
    Und wenn für den Einzelnen notwendig, auch noch einmal für verschiedene Geräte.
    Wenn die App eine gute Pflege sowie ggfls. Neuerungen erhält, dürfen auch Updates etwas kosten.
    Eine Softwaremiete, hier gemeint Abo, lehne ich allerdings im privaten Bereich ab.
    Ich bin persönlich auch kein Streamingfan, aber den Link vom regelmäßig bezahlten Nutzen eines Textprogrammes zum Hören einer Musikbibliothek kriege ich so wenig wie den Vergleich des Zur-Verfügung-Stellens meiner Arbeitskraft.
    Aber wie auch immer.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß eine gute Leistung auch bezahlt werden soll.
    Und wie bei den meisten Dingen im privaten Bereich kann jeder für sich selbst entscheiden, wie viel ihm eine Anwendung wert ist, sei es nun mal Fifa oder Ulysses.
    Da es aber bei Ulysses weniger um Unterhaltung geht, verbleibt diese Anwendung für mich nun im reinen Geschäftsbereich.
    Zwar habe ich sie in der Vergangenheit gern und regelmäßig genutzt, aber nicht in so einem Ausmaß, daß sich eine Miete „rechnet“.

  • Cj

    Die Entwicklung von Standardsoftware lohnt sich für Unternehmen wie Microsoft, Oracle und SAP. Für andere Entwickler bleibt das Geschäft mit Individualsoftware.

  • Majles

    Meine Worte… Absolut d’accord!

  • ….::….

    Da denkt jemand 29,99 reichen damit das Programm Zukunft hat. :))))) das Geld ist weg und Innovation wird es nicht mehr geben.

    • MobiLe

      Das ist schon ein seriöser Laden und das Programm ist bereits jetzt mächtig. Wenn dafür Produktpflege und Aktualisierungen an kommende Betriebssysteme abgedeckelt sind, ist das im Geschäftsbereich i.O.
      Hier muß sich wie schon erwähnt jeder selbst die Karten legen, wofür und wie oft man es braucht.
      Das ist ein reines Arbeitstool, bei dem m.E. eher Stabilität im Vordergrund steht als das ich erwarten darf, daß es mir beim nächsten Update den Kaffee an’s Bett bringt (obwohl’s schon geil wär ?).

      • Richtig!
        Das Problem was ich mit diesem Modell noch habe: Ohne Bezahlung keine Funktion. Also fast alle mir bekannten Apps lassen sich nach Kündigung eines Bezahl-Abo’s nicht mehr nutzen. Also nur noch Alles oder Garnichts.
        Und wie oben schon geschrieben wurde, das ist gerade Mode und der eine oder andere kann da schon mal den Überblick verlieren. Wie viele Abo’s ‚kann‘ oder ‚will‘ man sich den am Ende leisten?

  • Marc Aurel

    Ich mag das Abo-Modell garnicht. Der Grund ist aber nicht, dass es mir zu teuer ist. Für die App würde ich (iOS und Mac zusammen) auch 100€ – 200€ ausgeben, als PowerUser.

    Das Problem ist, dass ALLES Abo wird. Ich habe bereits den Überblick verloren, was und wie viel ich an Abokosten wofür im Monat bezahle.

    Das schlimmste ist, dass man 100e bis 1000e Euro ausgibt und einem das Programm dann aber genommen wird, wenn man es denn irgendwann nicht mehr im Abo haben, sondern nur noch gelegentlich nutzen möchte.

    • Auf den Punkt gebracht!??

  • o.wunder

    Wer die App wirklich regelmäßig nutzt, für den sind 30€/Jahr wirklich günstig. Alle anderen können bei der alten App bleiben oder andere Apps einsetzen.

    • Matthias

      Sehe ich auch so ?

  • Kartoffelsack

    Nun sind aber die wenigsten Ulyssis-Nutzer solche Power-User wie obiger Autor des Artikels. Der gewöhnliche Nutzer ist schlichtweg nicht bereits, jährlich 30€ als Bestandskunde mit bereits getätigtem Vollpreis von z.B. 20€ auf dem iPad oder meinetwegen 60€ als Neukunde auszugeben. Die zukünftige Nutzerkreis wird sich also auf eher wenige berufstätige Poweruser reduzieren, die mit dem Preismodell dann natürlich auch leben können. Ich als Privatanwender kann es jedenfalls nicht.

    Und auch hier noch einmal. Nüchtern betrachtet sehe ich den eher marginalen Funktionsumfang der App allein auf meinem iPad absolut nicht für solch horrenden Monatspreis als gerechtfertigt an. Die App wird gelöscht und gut ist.

  • Armin

    Also ich finde das völlig ok. Gute Software kostet nunmal etwas und wenn Sie wirklich gut ist dann eben etwas mehr. Wenn ich zurückblicke – Adobe Produkte, MS Office etc. im Desktopbereich – vor ein paar Jahren, da waren Preise von mehreren 100 Euro völlig normal und die die es wirklich brauchen konnten haben es auch bezahlt. Adobe und MS Office sind heute auch Abo Modelle und wesentlich teurer… Ich würde mir Ulysses zulegen, jetzt noch eher wie früher. Roundabout 3€ im Monat sind doch völlig ok – 1 Starbucks Kaffee weniger… Im Prinzip finde ich den Preis ok, man sollte das Programm dann halt auch wirklich nutzen und nicht alle paar Wochen mal, also Denken bevor man es kauft.

  • Matthias

    Als ich die Nachricht und die Details gestern gelesen hatte, habe ich zuerst gedacht: Nach 1Password, DayOne jetzt Ulysses … Für Ulysses hast Du ja erst vor einem Jahr viel Geld ausgegeben.

    Ich habe mich gestern ins Thema eingelesen, habe via Twitter die Diskussion des Supports von Ulysses mit verärgerten Kunden verfolgt und sehe die Dinge für mich etwas differenzierter.

    Es gibt eine ganz klare Aussage, dass die alte Version mit dem jetzigen Funktionsumfang dauerhaft nutzbar bleibt. Zumindest solange das Betriebssystem diese „verträgt“. Die alte Version soll auch weiter über die Käufe im AppStore zur Verfügung stehen. Damit ist sie bei einem Gerätewechsel weiter verfügbar. Was ich gekauft habe, kann ich weiter nutzen. Das ist erstmal entscheidend finde ich.

    Über das Modell der Folgeversionen einschließlich der Anpassung an zukünftige Änderungen der Betriebssysteme kann man sich natürlich streiten und geteilter Meinung sein. Ich kann die Sichtweise der Entwickler, die ja offenbar von Apple massiv in Richtung Abo unterstützt werden, verstehen.

    Ich befürchte, es werden in den nächsten 12 Monaten weitere Anbieter umsteigen auf das Abomodell. Betriebswirtschaftlich dürfte es wahrscheinlich zu verschmerzen sein, wenn nicht alle bisherigen Nutzer ein Abo abschließen.

    Und zu Ulysses: es war noch nie eine preiswerte App. Die Nutzer, die sie ernsthaft und regelmäßig nutzen, können wenn sie ehrlich sind, mit dem Modell gut leben; auch im privaten Umfeld. Natürlich immer vorausgesetzt, ich nutze die App und habe sie mir nicht als sechste Notizapp gekauft. Dann kann ich aber die alte App weiter nutzen; nur die habe ich bezahlt.

    Ich selbst schreibe keine Bücher oder so. Meine Nutzung ist halb im privaten, halb im geschäftlichen Umfeld anzusiedeln.

    Derzeit neige ich dazu, die neue Version zu laden und das Abo abzuschließen. Diesen Beitrag habe ich übrigens mit Bear geschrieben. Auch ein Abomodell. Günstiger aber (noch) nicht mit Ulysses auf einem Niveau.

    Ulysses ist und bleibt eine gute App. Und diese muss – damit ich sie weiter nutzen kann – an die Betriebssysteme und die iCloud etc. angepasst werden. Das Entgeld für die Anpassung und die weitere Entwicklung zahlt man quasi fortlaufend in die Kasse. Stoppe ich das Abo, kann ich weiter die Daten verwenden, lesen und exportieren. Bis das Betriebssystem uns scheidet. Das wäre bei der Kaufversion aber auch der Fall.

    Für eine App, die ernsthaft, nachhaltig entwickelt, gepflegt wird muss am Ende die Zeche bezahlt werden. Das ist leider so. Natürlich sind wir User vom AppStore verwöhnt. Die Apps kosten ja nicht viel Geld und teilweise wird schon bei 4,99 EUR gejammert: das ist aber viel zu teuer (als Einmalkauf). Gut in diese Kategorie gehört Ulysses nicht. Auch nicht vom gedachten Nutzerkreis.

    • Kartoffelsack

      Wenn sich so ein Abo-Model flächendeckend bei den Entwicklern durchsetzen sollte würde das aber heißen, dass sich der durchschnittliche iOS-Nutzer monatlich selbst ein bestimmtes angemessenes Budget setzen müsste, z.B. 20…30€. Und hier wiederum müsste man dann entscheiden, auf welche Apps man dieses dauerhaft verteilt. Bei zunehmenden Verbreitungsgrad von Abos läuft das dann darauf hinaus, dass die Nutzer entweder ihr Budget massiv anheben müssten, oder sich einfach von etlichen Apps trennen. An ersteren Fall glaube ich nicht, eher an den zweiten. Daher denke ich, dass die Entwickler sich durch das Abo-Modell selbst eine Einbahnstrasse bauen. Für mein Empfinden kann das flächendeckend im App-Store auf Dauer nicht funktionieren.

      Eher vorstellbar wäre, dass sich die Entwickler selbst bei den Abos auf deutlich niedrigeren Niveau von monatlich 0,50€ bis max. 1,00€ begrenzen, eben, um im Wettbewerb mit anderen Abo-Apps zu bestehen. Oder eben der zweite Weg, dass man neu große Versionssprünge im z.B. Jahresrythmus als neue Kaufversion anbietet. Beides ist deutlich mehr kundenfreundlich als das völlig überteuerte Ulysses-Abo Model.

  • rudluc

    Abomodelle sind generell nicht zu verurteilen. Cloudspeicher, Streaming-Angebote sowie andere Angebote nach dem Motto „Software as a service“ verwenden sie gegenüber dem Kunden. Hier entstehen Betriebskosten beim Anbieter und es ist klar, dass diese bei Nutzung kontinuierlich bezahlt werden müssen. Kein Widerspruch!
    Bei Softwareprodukten aber, die über Monate oder sogar Jahre unverändert bleiben, erscheint mir ein Abomodell dagegen unangebracht. Wenn diese periodischen Zahlungen dann wenigstens von vorneherein vermittelt worden sind, weiß man als Kunde vorher, auf was man sich einlässt.
    Hier jedoch finde ich die Art und Weise, wie der Lizensierungswechsel (aus heiterem Himmel) erfolgt ist, einfach unanständig. Ich nutze Ulysses auf dem Mac und dem iPad für ganz bestimmte Aufgaben relativ sporadisch seit 1,5 Jahren und habe 70€ dafür bezahlt. Wenn ich bedenke, dass mich diese paar Texte einen solchen Batzen Geld gekostet haben, kann ich nur verärgert über den Schritt der „Soulmen“ sein.
    Übrigens wurde Ulysses in dieser Zeit kaum weiterentwickelt und auch die „neue“ Version hat nur ein einprogrammiertes Ablaufdatum! Besonders fleißig erscheint mir nur die (ausschließlich) englischsprachige Werbeabteilung.
    Ich habe meine Texte bereits nach Bear übertragen. Ulysses ist bei mir ein Auslaufmodell.