Papier-Comeback: eBook-Verkäufe sinken, gebundene Bücher beliebter

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In den USA und Großbritannien lässt das Interesse am Kauf von eBooks nach.

2016 wurden laut einer Studie von CNN in Großbritannien 17 Prozent und in den USA sogar 18,7 Prozent weniger eBooks verkauft als im Vorjahr.

Dabei zeugt das nicht unbedingt von verlorener Lust am Lesen. Stattdessen greifen immer mehr Kunden wieder zu gebundenen Büchern und Taschenbüchern.

Papier-Bücher wieder stärker nachgefragt

Der Verkauf der „echten“ Bücher ist demnach um mehr als 11 Prozent gestiegen. Das Interessante: Bestimmte Genres verkaufen sich besser in Papierform, andere Kategorien sind als eBook besser nachgefragt. Koch- und Kinderbücher gehen so zum Beispiel gedruckt besser weg.

Die Macher der Studie kommen zu dem Schluss, viele Nutzer würden inzwischen absichtlich die Zeit reduzieren, die sie vor einem (eBook-)Bildschirm verbringen.

Und wie sieht es in Deutschland aus?

Aktuell gibt es hierzulande nur Erhebungen für 2015. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels fasst zusammen:

„2015 haben eBooks 4,5 Prozent zum Buchumsatz beigetragen (2014: 4,3 Prozent; 2013: 3,9 Prozent; privater Bedarf ohne Schulbuch), damit ist der Absatz um 4,7 Prozent gestiegen (2014: plus 7,6 Prozent; 2013: 60,5).

Die verkauften E-Books lassen sich in Stückzahl erfassen: letztes Jahr gingen 27,0 Millionen E-Books an die Kunden, im Vorjahr waren es 24,8 Millionen. Betrachtet man Umsatzkurve und Absatzkurve im Vergleich, wird deutlich, dass der Umsatz dem Absatz hinterherhinkt.“

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