So könnte Apple das iPhone fürs FBI knacken

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Eine Security-Firma demonstriert aktuell, wie das FBI ein iPhone knacken könnte.

Die Aktion wurde von der Firma Trail of Bits durchgeführt. Sie ist eine Reaktion auf die heutige Meldung, dass Tim Cook sich im Namen von Apple gegen den Staat Kalifornien wehrt, das iPhone eines Terroristen zu knacken. Cook argumentierte, Apple habe keinen Zugang zu mit Passcodes gesperrten iPhones, da sie mit unbekannten Codes verschlüsselt seien.

Sicherheit Mac

Es wäre für das FBI demnach nur möglich, sich ohne Apples Hilfe mit Brute-Force-Technik durch alle Passcode-Varianten eines iPhones von 0000 bis 9999 zu wursteln. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass das iPhone sich aufgrund von User-Einstellungen mit Wartezeiten oder sogar dem Löschen aller Daten nach mehrfach falscher Eingabe „wehrt“.

Ausweg über neue Firmware

Trail of Bits zeigt nun aber eine mögliche Lösung dieser Situation: Apple könnte für das FBI eine neue Firmware auf mit Passcodes gesicherte iPhones spielen. In dieser wäre die Funktion, dass sich das iPhone nach bestimmter Anzahl von Fehlversuchen sperrt, ausgeschaltet. Und das FBI könnte sich mit Brute-Force-Hackinggeräten Zugriff verschaffen.

Sollte dies stimmen – und Kommentare erfahrener Programmierer bestätigen dies – kann sich Apple nicht mehr darauf berufen, es könne das iPhone des Verdächtigen nicht knacken. Die Firma müsste dann, wie 9to5Mac berichtet, unter Berufung auf moralische Gründe vor Gericht ziehen. Dies würde allerdings auf ein langes Verfahren hinauslaufen.

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  • Norbert

    Dann wird es eben ein „langes Verfahren“. Hauptsache, Apple bleibt standhaft. “ Wehret den Anfängen“ !!!

  • Norbert

    Nicht, dass man mich falsch versteht ….: natürlich müssen Terroristen bekämpft werden ! Aaaaaber: sollte es Apple möglich sein, dieses einzelne (!!!) Teil zu knacken/auszulesen, dann kann/soll Apple das ruhig tun und die erwünschten Daten an das FBI übergeben. Wichtig: Apple „liefert“, aber nicht das FBI „holt“ ! Sollten FBI und Co. erst mal selber Zugang haben, dann „Sicherheit“/“Vertraulichkeit“ ADE !

    • Yannik

      Sobald es Apple einmal tut, ist die Sicherheit sowieso weg. Denn sollte das FBI es nicht selbst können würden alle Behörden dies bei jedem beschlagnahmten gerät von Apple verlangen. Dabei ist es egal ob das FBI dies selbst kann oder jedes Mal sich an Apple wenden muss, die Sicherheit ist weg.

      • Norbert

        Ich denke, es ist ein RIESEN-Unterschied, ob sich die Herren von FBI und Co. nach Belieben selber bedienen könnnen oder aber ob Apple in -richterlich angeordneten !!!!-EINZELFÄLLEN „liefert“. Mal angenommen, eine Gruppe Irrer würde das schöne „Ufo“ angreifen/beschädigen/zerstören, was würde man dann sagen ?

        • Nein, das wäre kein Unterschied. Einmal Daten rausrücken, immer Daten rausrücken…das hat Tim Cook verstanden und darum bleibt er bisher standhaft.

          • Özcan

            Sorry Michael aber bin nicht deiner Meinung ! Einmal rausrücken immer rausrücken ne so seh ich es nicht! Es geht hier um ein terroristen und wenn es ein wichtiger Grund ist find ich schon das ein Hersteller helfen sollte! Apple muss denen ja nicht zeigen wie es geht und das  das nicht kann das glaub ich überhaupt nicht! Apple kann das iPhone knacken dem fbi das vorlegen und fertig. Es geht hier schließlich um ein terroristen .

          • Mascha

            Das ist doch ein Gerücht, dass die schüren mit den Terroristen….das wird benutzt um Gesetze zu ändern….Wer in Geschichte aufgepasst hat, weiß wie sowas schon oft geendet hat….

          • Özcan

            Möglich ?

          • Norbert

            ICH diffenziere da schon … Ist doch was anderes, wenn ICH entscheide, entwas herauszugeben, als wenn jmd. in mein Haus kommt und sich dort nach Belieben bedient ?!

        • Yannik

          Einzelfälle? Sowas gibt’s da nicht, sobald Apple ein Gerät öffnet kann das FBI jedes Gerät zu Apple bringen da diese dann verpflichtet wären dieses zu öffnen da sie die technischen Möglichkeiten hätten. Einzelfälle gäb es nicht, jedes Gerät würde bei Apple landen wie es auch früher schon war.

          • Norbert

            Warum fordern dann sogar die „Republikaner“(!!!), dass in jedem Einzelfall der jeweilige Bundesrichter eine „Einzelfall-Entscheidung“ fällen muss ? Die im Fall der Fälle auch noch vom „Subprime Court“ angefochten werden kann … Nochmal: mich erfreut das auch nicht ! Aber wenn dadurch tatsächlich „Terrorakte“ verhindert oder wenigstens nachträglich aufgeklärt werden können, in Gottes Namen … Wir alle geben heute schon so viele Dsten preis ( Kred.K./Handy/sozial.Netzwerke) und zwar freiwillig, so what …?

    • Chris aus Do

      FALSCH!
      Das ist dann der erste Schritt, in die falsche Richtung. Daraus wird dann ein Präzedenzfall, worauf sich die Geheimdienste dann beziehen und der Anfang vom Ende.
      So schlimm es klingt, aber auch jetzt bei dem Terrorristenhandy darf Apple nicht einknicken.

  • Good Shepherd

    Wehret den Anfängen, ist einmal diese Grenze überschritten werden die Geheimdienste ihren Datenhunger niemals stillen.

  • Norbert

    Ist schwer zu entscheiden … Aber gut , dann soll Apple eben alles so verschlüsseln, dass das nachweislich NIEMAND (auch Apple selbst) wieder „entschlüsseln“ kann. Schon herrscht Ruhe, egal was ein Richter beschliesst, das FBI möchte. „Unmögliches“ kann nicht mal in den Staaten eingeklagt werden …